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Himmlische Klänge

WB Jakob Mayr weihte die neue Radstädter Orgel

Der feierliche Empfang des em.
Weihbischofs Jakob Mayr vor dem
Radstädter Rathaus.
Radstädter Pfarrgemeinde ließ sich in den vergangenen Wochen kaum eine Gelegenheit entgehen, um ihre neue Orgel erklingen zu lassen. Vor kurzem weihte der em. Weihbischof Jakob Mayr die „Königin der Instrumente“.


Radstadt. Nach dem feierlichen Empfang des Weihbischofs vor dem Rathaus feierte er gemeinsam mit der Radstädter Pfarrgemeinde einen Vespergottesdienst. Domorganist Prof. Dr. Gerhard Zuckriegel hatte die Ehre das erste Mal die Orgel ertönen zu lassen. Der Domorganist, der in Radstadt 1959 beim Internationalen „Paul-Hofhaimer-Wettbewerb“ den ersten Preis mit Variationen und Fugen über ein eigenes Thema, die „Königsfanfaren aus der Oper ,Fredigundis´“ von Franz Schmid erhielt, schloss den Festakt mit diesem Werk.
In den Aufzeichnungen über die Ausstattung der Stadtpfarrkirche findet sich erstmals 1418 eine Orgel. Sicher belegt ist, dass im Jahr 1781 beim Wiederaufbau der Kirche der Salzburger Hoforgelmacher Johann Rochus Egedacher eine neue Orgel einbaute. Bereits 1859 war das Werk „fast unbrauchbar“ und Ludwig Mauracher musste die Orgel sanieren. Bei dem Brand der Pfarrkirche 1865, bei dem ein Großteil der Innenausstattung der Kirche zerstört wurde, fiel auch die Orgel den Flammen zum Opfer. Erst fünf Jahre später konnte eine neue Orgel in der Pfarrkirche aufgestellt werden. Neunzig Jahre war die neue Orgel im liturgischen Einsatz und funktionierte offensichtlich klaglos.
Der wirtschaftliche Aufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg ermöglichte nach 1955 nicht nur eine umfassende Renovierung der Pfarrkirche. Anlässlich der 500-Jahr-Feier des Geburtstages von Paul Hofhaimer konnte 1959 der Neubau einer Orgel in Auftrag gegeben werden. Bereits 1999, nach nur 40 Jahren, kam jedoch die Orgelkommission der Erzdiözese Salzburg zu dem Schluss, dass eine weitere Sanierung der „Paul-Hofhaimer-Gedächtnisorgel“ nicht rentabel sei. 2002 wurde die Orgel abgebaut, im Wege der Ostpriesterhilfe nach Lettland verschenkt und der Orgelneubau bei der Firma Georg Westelfelder in Lintgen/Luxemburg in Auftrag gegeben. Die Gesamtkosten, die sich auf über 370.000 Euro belaufen, werden aus Eigenmitteln der Pfarre, Subventionen der Stadtgemeinde und Vereinen, Veranstaltungen der Pfarrgemeinde und durch Spenden aufgebracht. Gerhard Walterskirchen/bru