| Seelsorgeamt Aktuell | Abteilungen & Referate | Personen & Kontakte | Fortbildungsangebote | Materialien & Behelfe | Projekte | Pastoraltage | Themen | Spiritualität | Über das Seelsorgeamt | Pastorale Leitlinien

Im Dienst der Evangelisierung


"Der hochwürdige Ordinarius Sigismund hat sich in Ansehung der besonderen Zeitbedürfnisse auf dem Gebiete der praktischen Seelsorge bewogen gefunden, ein eigenes Seelsorgeamt ins Leben zu rufen, das alle erprobten alten und neuen Wege der zielbewussten seelsorglichen Betreuung unseres katholischen Volkes ausfindig machen und Priester sowie Volk darauf führen soll."

Mit diesem Satz hat Erzbischof Sigismund Waitz am 10. Jänner 1939 das Seelsorgeamt errichtet. - Man kann das Seelsorgeamt von daher in seiner Wurzel als antifaschistische Einrichtung betrachten.

Das Seelsorgeamt steht im Dienst der Evangelisierung.

Möglichst viele Menschen sollten nach dem Evangelium leben können. Das verlangt große Offenheit für alle erprobten und neuen Wege. "Prüft alles und behaltet das Gute" (Thess 5,21) sagt der Apostel Paulus. Aufgabe des Seelsorgeamtes ist es, die Suchbewegung nach diesen Wegen in Gang zu halten in den Pfarrgemeinderäten, im Pastoralrat und Prieserrat, in Dekanatskonferenzen, in Pastoralkreisen und Priestergruppen. Wo Menschen miteinander beten, beraten und entscheiden, wo Menschen gemeinsam auf Gott und aufeinander hören, entstehen Orte, die offen sind für das Wirken des Heiligen Geistes. Seelsorge braucht solche Orte.

Das Seelsorgeamt ist zu einer relativ großen Einrichtung der Erzdiözese Salzburg herangewachsen. Eine Fülle von Referaten und kategorialen Bereichen gehören dazu. Es muß sie geben, damit ihre Anliegen als Pastoralprinzip nicht vergessen werden. Das Leben ist bunt und vielfältig. Kein Farbton soll unterdrückt oder verwischt werden. Zwei Gefahren gilt es in diesem Zusammenhang zu sehen: die Verselbständigung von Teilbereichen und das Abschieben von Anliegen und Verantwortung auf sogenannte Spezialisten.

Das Seelsorgeamt hat die Aufgabe, für das Ganze und die Einheit einzutreten, aber auch das Augenmerk auf die einzelnen Akzente und Teilbereiche der Pastoral zu lenken.

Seelsorge bedarf verschiedener Hilfen, Materialien und Behelfe. Aufgabe des Seelsorgeamtes ist es, solche zu sammeln, zu erstellen und anzubieten. Seelsorge lebt vom fruchtbaren Austausch von Erfahrungen und verlangt eine intensive Weiterbildung. So ist der Amtsleiter zugleich Referent für Priesterfortbildung. Ein Arbeitskreis des Priesterrates trägt dieses Anliegen mit.

Seelsorge steht und fällt mit seelsorgenden Menschen.

Aufgabe des Amtes ist es, eine Suchbewegung nach Charismen in jeder Hinsicht in Gang zu halten, Kirchenberufung zu wecken und zu fördern, die einzelnen für die Erfüllung ihres Dienstes zu rüsten (vgl. Eph 4,12) und stets an die Berufung aller zu erinnern. Aufgrund der Wiedergeburt in Christus sind alle Gläubigen berufen, am Aufbau des Leibes Christi mitzuwirken. Wenn auch Aufgabe und Stellung je eigen sind, besteht dabei eine wahre Gleichheit aller in ihrer Würde und Tätigkeit (vgl. can 208 CIC).

Seelsorge ist letztlich nicht machbar.

Wir können den Boden bereiten und aussähen. Den Regen und die Sonne schenkt der Herr. Er schenkt das Wachstum und die Ernte. Ihm sollen wir vor allem vertrauen, denn Er ist da: "Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt" (Mt 28,20)

Balthasar Sieberer, Seelsorgeamtsleiter

zurück