Die Stille suchen!

Erlebnis Österreich begab sich mit Sarah Gruber auf die Suche nach Heilsamen Orten

Angelika Gassner, Initiatorin der gemeinsamen „Marke“ HEILSAME ORTE im Jahr 2015 machte sich  mit Sarah M. Gruber von ORF Salzburg auf den Weg zu vier dieser Orte.

Es gab die insgesamt 9 Häuser schon zuvor als „Exerzitienhäuser“ der Erzdiözese Salzburg, lose vernetzt durch das Seelsorgeamt. Durch den „zündenden Namen“ HEILSAME ORTE wollte Angelika Gassner diese Einrichtungen stärker „in den Mittelpunkt rücken".

Zusätzlich zu den Veranstaltungen legte HEILSAME ORTE den Fokus auf Gastlichkeit, Erholung, Ruhe, und Burnout-Prävention. Selbst in einer Stadt wie Salzburg leiden Menschen unter Hektik, Stress und Leistungsdruck. Die Orte der Stille – einige davon auch in der Stadt – möchten diesem Zeitgeist entgegenwirken. Und es gibt zunehmend Menschen, die diese Häuser wählen, um „ein paar Tage dem Hamsterrad“ zu entkommen, „Das Bedürfnis nimmt zu!“ wie Abt Johannes Perkmann von Michaelbeuern feststellt. Die Benediktinerabtei biete den klösterlichen Rhythmus für unterschiedliche Gruppen.

Das Besinnungshaus Maria Kirchental nahe Lofer wird von den Missionarinnen Christi geführt. Der Ort und sein Angebot stehen für Stille, Schweigen, Rückzug, Atemtherapie, aber auch für Exerzitien und Bewegung in der Natur der Bergwelt. „Alle Altersgruppen sind berührt von der Stille“ erklärt Atemtherapeutin Sr. Bärbel.

Auch die Stadt Salzburg wird zum „heilsamen Ort“, gerade auch im Kapuzinerkloster auf dem Imberg. Die Kapuziner sind seit 400 Jahren ein „spiritueller Fixpunkt…ein Ort der Zurückgezogenheit“ (S. Gruber). Vater-Unser-Woche heißt das Angebot, zu dem Gäste als Kloster-auf-Zeit eingeladen sind. „Perspektivenwechsel“ bringt es Bruder Karl Löster auf den Punkt „hier herauf gehend, den Blick nach unten, …aber auch mein eigenes Leben“ betreffend, ändert den Blickwinkel. Die Teilnehmer schätzen die Ruhe, die Geborgenheit und die herzliche Gemeinschaft.

Hoch über Lend im Pinzgau liegt das Geistliche Zentrum Embach. Vor ca. 10 Jahren wurden im Pfarrhof fünf Gästezimmer eingerichtet und der alte Heustadel zu einem Ort der Meditation umgebaut. Achtsamkeit, Besinnlichkeit und Natur prägen das Geistliche Zentrum. Die Natur führe den Menschen wieder „zurück zum eigenen Lebensrhythmus“ erklärt Pfarrer Oswald Scherer, der das Haus leitet. Das Geistliche Zentrum heute setze eine lange Tradition Embach als Wallfahrtsort fort. Das Haus zieht besonders auch Einzelgäste an, die Rückzug suchen oder das Mitleben mit der Gemeinschaft im Pfarrhof.

Erlebnis Österreich erkennt in den „Heilsamen Orten“ ein überzeugendes Stück christlicher Werte: Perspektive, Gemeinschaft, Stille und Achtsamkeit. 

ERLEBNIS ÖSTERREICH vom 28.4.2019

 

www.heilsame-orte.at

 

Foto: Heilsame Orte/Newman