10 Jahre Haus für Mutter und Kind

 

43 Frauen nutzten „Zwischenstation“

 

SALZBURG (eds- 04.11.2015) / Das “Haus für Mutter und Kind” in Salzburg feiert sein zehnjähriges Bestehen. Was auf Initiative des damaligen Erzbischofs Alois Kothgasser und der ehemaligen Landesrätin Doraja Eberle entstand, ist heute aus der Soziallandschaft Salzburgs nicht mehr wegzudenken.

Beim „Haus für Mutter und Kind“ (HMKI) handelt es sich um eine Einrichtung für volljährige Schwangere und Mütter mit einem Kind bis 1 Jahr, die eine Ausbildung anstreben oder abschließen wollen und aus verschiedensten Gründen in Wohnungsnot geraten sind. Das Team besteht aus zwei Sozialarbeiterinnen, administrativ und organisatorisch wird das Haus von der „Aktion Leben“ unterstützt. Die Einrichtung wird von der Erzdiözese Salzburg und dem Land Salzburg finanziert.  

Die vier Mutter-Kind-Einheiten befinden sich im Kolpinghaus, eines davon ist ein Übergangszimmer – dort ist die Aufenthaltsdauer auf sechs Monate begrenzt. Die anderen drei Zimmer sind Teil des Kernprojektes, in dem der Ausbildungsfaktor eine wesentliche Rolle spielt. Jedes Zimmer ist mit einem Badezimmer ausgestattet, zusätzlich stehen in einem Gemeinschaftsbereich ein Waschraum, eine Küche sowie ein Spiel- und Wohnzimmer zur Verfügung. 

„Oberstes Ziel bei der Arbeit im Projekt ist es, den Müttern einen Ort zu bieten, an dem sie sich sammeln und ordnen können, um herausfordernde Lebensaufgaben meistern zu können“, sagt Stefanie Ehrschwendtner, Leiterin des Hauses für Mutter und Kind. Sie verstehe die Einrichtung als „Zwischenstation“ – einem „Haus zwischen eigenständigem, selbstbestimmtem Leben und zwischen rat- und ausweglos erscheinender Situation, die durch Schwangerschaft oder Mutterschaft noch ein Stück erschwert wird“, so die Sozialarbeiterin und zweifache Mutter.  

Seit 2005 haben 43 Frauen im Haus für Mutter und Kind gewohnt. Von den 28 Frauen der ersten neun Jahre zogen 82 Prozent in das Kernprojekt, 18 Prozent nutzten das Übergangszimmer.  

Stefanie Ehrschwendtner freut sich über den runden Geburtstag: „Vor zehn Jahren wurde mit dem Haus für Mutter und Kind eine Einrichtung gegründet, in der die Mütter die Möglichkeit haben, bewusst ‚Ja‘ zu sagen – zu ihrer Schwangerschaft, zu ihrem Kind und zum Leben.“    

Bild: EDS/Aktion Leben, Spielzimmer im Haus für Mutter und Kind

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