40 Jahre Partner- und Familienberatung

 

Seit 1976 Anlaufstelle für Menschen in fordernden Lebensphasen

 

SALZBURG (eds - 23.4.2016) / Seit 40 Jahren erfahren Menschen bei der Partner- und Familienberatung des Seelsorgeamtes der Erzdiözese Salzburg Begleitung in schwierigen Lebensphasen. Gestern Nachmittag fand in der Pfarrkirche Taxham aus diesem Anlass ein Dankgottesdienst mit anschließendem Festakt im Pfarrsaal statt.

Erzbischof Franz Lackner dankte in seiner Begrüßungsrede den Mitarbeitern der Beratungsstelle für ihre „professionelle, engagierte und kompetente Arbeit“ der letzten vier Jahrzehnte.

Seit der Gründung der Standorte Salzburg und Wörgl im Jahr 1976 standen alle Zeichen auf Wachstum. Zwölf Standorte, mehr als 8.000 Beratungen jährlich und insgesamt 42 Mitarbeiter – es wird deutlich: die Einrichtung hat Fahrt aufgenommen.

In den neuen, nun auch barrierefreien, Räumlichkeiten in Taxham sei man „gut angekommen“, so Seelsorgeamtsleiter Balthasar Sieberer, der in der Arbeit der Familienberatungen auch Brücken zum Jahr der Barmherzigkeit schlug: „Einem Menschen zu sagen ‚Du gehörst dazu‘ oder ‚Ich höre dir zu‘ sind erste wichtige Schritte in der Begleitung von Menschen, die in Lebensfragen und Beziehungskrisen Hilfe suchen.“

Der schnelle, unbürokratische und niederschwellige Zugang werde von den Klienten geschätzt, waren sich Mitarbeiter der Partner- und Familienberatung und deren Referatsleiterin Susanne Savel-Damm in ihren Stellungnahmen einig: „Die Arbeit mit unseren Klienten bereichert aber auch uns als Berater“, hob Savel-Damm hervor.

In ihrem Festvortrag zum Thema „Wie Beziehungen gelingen. Partnerschaft und Familie zwischen Liebesglück und Beziehungsarbeit“ führte die Psychotherapeutin Christiane Sauer in unterhaltsamer Weise in die Lebenswirklichkeiten und Chancen im partnerschaftlichem Zusammenleben ein. „Ab und zu ist es gut, wenn einem der Partner reinredet“. Ständige Kritik oder gar Verachtung des Anderen seien jedoch Risikofaktoren für die Liebesfreundschaft. Das gemeinsame Lachen und die Nähe zum Anderen hingegen lassen auf eine gelingende Paarbeziehung schließen. Welche Problemfelder auch immer in der Paarbeziehung zu bewältigen seien, „letztlich entscheidet die Art und Weise, wie man diese Probleme anspricht.“

Genau an dieser Stelle setzt die Arbeit der Partner- und Familienberatung an. Das Angebot der Beratungsstellen umfasst neben der psychologischen Begleitung der Betroffenen, auch soziale und juristische Beratung, geförderte Familienmediation und Elternberatungen. Definiertes Ziel ist es, durch Entlastung und Begleitung „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu leisten. Unterstützt von der Erzdiözese Salzburg und dem Bundesministerium für Familien und Jugend bietet die Partner- und Familienberatung kostenlose Begleitung, unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten der Ratsuchenden.

Erst kürzlich ist die zentrale Beratungsstelle vom Zentrum nach Taxham übersiedelt und damit sind nun alle Standorte barrierefrei zugänglich. Auf www.kirchen.net/beratung ist außerdem eine anonyme Emailberatung möglich. Das Angebot richtet sich an alle Menschen, unabhängig von Alter, Religion und Lebenssituation.

Bild: Die Partner- und Familienberatung feierte ihr 40 jähriges Bestehen. (v.l.n.r.) Prälat Balthasar Sieberer, Susanne Savel-Damm, Christiane Sauer und Erzbischof Franz Lackner.
Foto: eds



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