700 Ministranten "eroberten" den Salzburger Dom

 

Erzbischof Franz Lackner feierte mit den Ministranten einen festlichen Gottesdienst

 

SALZBURG (eds - 14. 10. 2017) / Aus allen Teilen der Erzdiözese, auch aus mehreren Tiroler Pfarren, kamen heute Ministrantinnen und Ministranten mit Autobussen nach Salzburg. Am „Minitag“ der Katholischen Jungschar standen ein festlicher Gottesdienst im Dom, verschiedene Workshops, Spiele und die Erkundung der Erzabtei St. Peter auf dem Programm.  700 Mädchen und Buben im Alter von 5 bis 73 Jahren (der älteste Ministrant an diesem Tag hatte 65 Dienstjahre) mit 150 Begleitpersonen aus 75 Pfarren nahmen teil. Das Motto war „Öffne die Tür!“ Gemeinsam mit dem Stift St. Peter und dem Priesterseminar gestalteten 40 ehrenamtliche Jungschar-Mitarbeiterinnen das Programm.

Bereits eine Stunde vor dem Gottesdienst versammelten sich die „Minis“ im Stiftshof von St. Peter um sich umzuziehen. Einen so langen liturgischen Einzug haben die Mädchen und Burschen wohl in ihrer bisherigen Dienstzeit noch nie erleben dürfen. Die gute Stimmung und Freude der vielen Kinder sprang auch auf Erzbischof Lackner über. In seiner Predigt gestand er, dass er als Kind leider nicht ministriert hatte. Auf seine Frage, was das Schöne am Ministrieren sei, kam vom ersten Mutigen die Antwort: „Um Zeit mit Gott zu verbringen.“ „Besser hätte ich es auch nicht formulieren können“ antwortete darauf der Erzbischof und ermutigte alle, weiterhin treu am Altar Dienst zu tun.

In verschiedenen Workshops bekamen die Ministrantinnen und Ministranten spezielle Einblicke in die Stiftskirche, in die Sakristei oder den Kreuzgang von St. Peter. Besondere liturgische Gewänder und Geräte werden entdeckt. In den Katakomben konnten die Ministranten mit den Mönchen beten und deren Spiritualität nachspüren. Bei den Workshops „Minis mag man eben“ und „Schlüssel-Momente“ gingen die Kinder ihrer Motivation für das Ministrieren nach und machen sich gemeinsam auf die Suche nach dem Schlüssel zu ihrem ganz persönlichen Schatz. Bei einem weiteren Workshop war Interessantes über das Leben in einem Männerorden (St. Peter) oder einem Frauenorden (Nonnberg) zu erfahren.

Zum Abschluss kamen noch einmal alle Ministranten im Stiftshof St. Peter zusammen, um den Tag schwungvoll ausklingen zu lassen und den Reisesegen für die Heimfahrt zu bekommen. Als Erinnerung gab es für alle - passend zum Motto „Öffne die Tür!“ - einen Schlüsselanhänger.

 

Foto: Erzbischof Franz Lackner feierte mit den 700 Ministranten im Dom einen Gottesdienst. Foto: EDS/Lochschmidt

 

 

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