AAI – ein Dach unter dem sich die ganze Welt trifft

 

Das Afro-Asiatische Institut feierte in der Kollegenkirche 30 Jahre Vielfalt, Dialog der Kulturen und Religionen

 

SALZBURG (eds-25.10.2018) / Das Afro-Asiatische Institut (AAI) Salzburg steht seit 30 Jahren für Vielfalt, Dialog der Kulturen und Religionen. Darüber hinaus setzt die Einrichtung Farbtupfer in der Salzburger Bildungslandschaft. In der Kollegienkirche und bei einem Empfang im AAI-Clubraum feierten heute Abend Weihbischof Hansjörg Hofer, die Salzburger Bildungslandesrätin Maria Hutter sowie Wegbegleiter, Partner, Unterstützer, Studierende und Vertreter der Erzdiözese Salzburg und der Universität  den runden Geburtstag. Genauso lebendig und bunt wie der Alltag des AAI war auch der Jubiläumsabend: mit Klängen aus Afrika, Asien  und Lateinamerika, einem Tanz der Freude aus Indien sowie einem interreligiösen Ritual  – VertreterInnen verschiedener Religionsgemeinschaften füllten ein  Gefäß mit dem „Wasser des Lebens“.

Weihbischof Hofer überbrachte die Glückwünsche von Erzbischof Franz Lackner, der in einem schriftlichen Grußwort unterstreicht: „Seit seiner Gründung im Jahr 1988 versucht das Institut, auf Augenhöhe mit anderen in Kontakt zu treten, dabei aber die eigene Identität zu bewahren.“  In Zeiten der Globalisierung sei es gut, Partner zu haben. „Als Partner wollen wir gemeinsam unterwegs sein, vereint den Herausforderungen der Welt begegnen: Krieg, Hunger, Gewalt, Zerstörung der Umwelt. Wir Christen in Europa geben nicht mehr alleine den Ton an, wir wollen auf andere hören, mit ihnen arbeiten, von ihnen lernen“, so der Erzbischof. Das Afro-Asiatische Institut verbinde Menschen. „Dafür gilt es Dank zu sagen. Dieses Engagement gilt es weiter zu unterstützen.“

Bildungslandesrätin Maria Hutter erklärte: „Das Afro-Asiatische Institut schaut über den Tellerrand, greift entwicklungspolitische Themen auf und das gehört gefördert.“

30 Jahre Dialog der Kulturen und Religionen

Das 1988 von Erzbischof Karl Berg gegründete Afro-Asiatische Institut ist eine Plattform für den interkulturellen und interreligiösen Dialog und bietet ein breites entwicklungspolitisches Bildungs- und Kulturprogramm. Ausländische Studierende werden durch Beratung, studienbegleitende Bildung und das Stipendienprogramm unterstützt. Das AAI selbst wird aus kirchlichen und öffentlichen Mitteln gefördert. 

Die finanzielle und persönliche Begleitung trägt Früchte

Insgesamt 34 Studierende aus Ländern des globalen Südens erhielten in den letzten fünf Jahren Unterstützung. Die daraus resultierenden „Erfolgsgeschichten“ können sich sehen lassen: Die Kolumbianerin Johanna Maria Mejica Sanchez gründete nach ihrem Studienabschluss das Fairtrade-Schmucklabel Amalena mit dem Ziel, Schmuck aus ökologisch nachhaltig gewonnenem Gold von lokalen HandwerkerInnen zu einem fairen Preis zu verkaufen. Ramachandran Sudalayandi aus Indien rief die Jugendorganisation Treeonz in Bangalore (Indien) ins Leben, um Kunst- und Kulturprojekte umzusetzen. Francisco San Martín, AAI-Stipendiat der ersten Stunde und Gründer der sozialen und nachhaltigen Organisation Minka in Peru, darf am 16. November 2018 den begehrten Oscar-Romero-Preis für sein gesellschaftliches Engagement entgegennehmen – verliehen von SEI SO FREI, der entwicklungspolitischen Aktion der Katholischen Männerbewegung.

Aus Fremden werden FreundInnen

Das Bildungs- und Kulturprogramm mit den Schwerpunkten interkultureller & interreligiöser Dialog sowie Nachhaltigkeit & Bewusstseinsbildung ist eine weitere wichtige Säule. Aufgegriffen werden entwicklungspolitisch relevante Themen. Das AAI bietet außerdem Menschen aus Ländern des Südens die Möglichkeit, ihr Wissen zu teilen, sei es als ExpertInnen in einem Vortrag oder als VermittlerInnen ihrer Kultur durch gemeinsames Kochen beim Weltdinner.

Foto1: Nayana Keshava Bhat aus Indien zeigt den „Tanz der Freude“.

Foto2: Freude über 30 Jahre AAI bei Weihbischof Hansjörg Hofer, Landesrätin Maria Hutter (4. v. r.), Elisabeth Mayer, Präsidentin der Katholischen Aktion Salzburg (5. v. r.), Hofrätin Monika Kalista (2. v. r.), AAI-Kuratoriums-Vorsitzende und Kuratoriums-Mitglied Frank Walz (6. v. r.), dem AAI-Team mit Leiterin Elke Giacomozzi (3. v. r.) sowie AAI-StipendiatInnen.

Foto3: Afrikanische Klänge in der Kollegienkirche bei der AAI-Jubiläumsfeier.

Foto4: VertreterInnen der Religionsgemeinschaften füllen ein Gefäß mit dem "Wasser des Lebens".

Fotos: Erzdiözese Salzburg

 

 

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