Allerheiligen in der Erzdiözese

 

Termine, Angebote und Hilfestellungen

 

 

 

Am 1. November feiert die katholische Kirche das Fest Allerheiligen. An diesem Festtag wird, wie der Name bereits sagt, der Heiligen und Seligen der Kirche gedacht. Auf diese Weise sollen insbesondere jene Heiligen in den Mittelpunkt gerückt werden, derer nicht durch eigene Feiertage gedacht wird. Theologisch steht das Fest in engem Bezug zu Ostern und der Auferstehung der Toten, insofern die Heiligen laut christlicher Überzeugung bereits in Gemeinschaft mit Gott stehen und die „Kirche des Himmels“ bilden. Den Gläubigen soll das Gedenken Motivation sein, das eigene Leben intensiver im Sinne des Evangeliums zu leben und so einen Weg der „Heiligkeit“ zu gehen. In den Pfarrgemeinden gibt es an diesem Tag Totengedenken und Gräbersegnungen auf den Friedhöfen. Am Allerseelen-Tag, 2. November, wird aller Verstorbenen gedacht. Auch an diesem Tag werden die Gräber besucht.

Erzbischof Franz Lackner und Generalvikar Roland Rasser werden am 1. November um 15 Uhr das Totengedenken am Salzburger Kommunalfriedhof halten und die Gräber segnen.

Die Erzdiözese Salzburg bietet in mehreren Kirchen Trauerräume an. Diese sind geöffnet für Menschen, die einen Verlust zu betrauern haben: Sie haben einen Menschen verloren, sie beenden einen Lebensabschnitt oder eine Beziehung, oder sie vermissen ein Tier.

Trauerräume, jeweils von 10 bis 18 Uhr:

- Margarethenkapelle im Friedhof St. Peter/Salzburg, zusätzlich gibt es hier unter dem Thema „Nachgedacht“ am Freitag, 2. November, um 17 Uhr, einen Abend mit Poesie und Musik.

- Pfarrkirche Anthering

- Pfarre Maxglan, kleine Kirche

- Salvatorkirche in der Christian Doppler-Klinik, Salzburg

- Pfarrkirche Lamprechtshausen (bis 4. November) 

Ausstellung in der Friedhofskapelle Saalfelden

Bis Sonntag, 4. November, findet täglich von 9 bis 18 Uhr in der Friedhofskapelle im alten Stadtfriedhof Saalfelden die Ausstellung „Der Seele Licht schenken“ statt, bei der Kunstwerke von Georg Schreder und florale Schmuckformen von Michael Lageder zu sehen sind.

Feierabend: „Mit einem Fuß im Himmel“

In der Sendung „Feierabend“ am Freitag, 2. November, 16:45 Uhr, auf ORF 2 kommt Diakon Albert Biesinger aus Seekirchen zu Wort. Er ist Notfallseelsorger. Menschen im Angesicht des Todes zu begleiten, gehört zu seinen Hauptaufgaben. Vor einigen Jahren jedoch befand er sich von einer Sekunde auf die andere selbst in höchster Lebensgefahr und machte die Erfahrung eines Nahtoderlebnisses und sei seither gelassener: „Ich habe vorm Sterben seither keine Angst mehr. Ich bin nicht gegangen, ich bin da. Aber ich bin anders da als früher“, erzählt er.

Letzte Hilfe-Kurs: Wie umgehen mit schwerer Krankheit und Sterben?

Im Tagungshaus Wörgl findet ein „Letzte Hilfe-Kurs“ statt. Er befasst sich mit den Wünschen, Problemen und Bedürfnissen von Menschen in deren letzter Lebensphase. Neben Basiswissen, Orientierung und einfachen Handgriffen ermöglicht der Kurs einen Austausch über das Thema. Termin: Freitag, 16. November, 15 bis 19 Uhr, Tagungshaus, Brixentaler Straße 5, 6300 Wörgl, freier Eintritt dank Kooperation mit der Tiroler Hospizgemeinschaft. Anmeldung unter Tel. 0676 881889.

Foto: Pfarrer Rupert Reindl, Maria Kreiseder und Elisabeth Fersterer mit Dominik Elmer vom Seelsorgeamt der Erzdiözese Salzburg vor der Pfarrkirche Lamprechtshausen. Foto: Pfarre Lamprechtshausen.

Informationen: Mag. Dominik Elmer, dominik.elmer@seelsorge.kirchen.net; Tel. 0676 8746 2087.

 

Sie wollen über Ihre Trauer reden?

Das Gedenken an verstorbene Angehörige kann alte Wunden wieder aufreißen. Betroffene fragen sich dann: „Wohin mit meiner Trauer?“ Die MitarbeiterInnen der Telefonseelsorge hören Betroffenen zu und sind Tag und Nacht für sie da. Im November feiert der telefonische Notdienst in Salzburg 40-jähriges Bestehen.

„Gerade im ersten Trauerjahr sind die Tage rund um Allerheiligen für Angehörige besonders schmerzvoll“, weiß Gudrun Köck, Mitarbeiterin in der Telefonseelsorge Salzburg. Beim ökumenischen Telefonnotdienst sind Einsamkeit und Trauer Themen, die AnruferInnen besonders beschäftigen.   

„Jeder Mensch trauert anders“

Auch das Ende einer Lebensphase könne betrauert werden und sei bei den Telefonaten in der Telefonseelsorge immer wieder Thema: Eine Scheidung, das eigene Altern oder die Kinder, die das Haus verlassen – Trauer, so Köck, betreffe jede Situation, die unwiederbringlich vorbei und verloren ist. „Bei zehn Prozent unserer Anrufer wird Trauer explizit angesprochen. Bei etwa 40 Prozent kommt die Trauer erst später als ein zentrales Thema zum Vorschein und ist mit anderen Lebensbereichen verwoben“, erzählt die diplomierte Lebens- und Sozialberaterin aus ihrer vierzehnjährigen Erfahrung. Wie Menschen traumatische Verlust-Erfahrungen verarbeiten, ist unterschiedlich, so Köck: „Manche Menschen reden viel, andere ziehen sich zurück, wieder andere stürzen sich in die Arbeit oder verdrängen“, berichtet die Mondseerin. 

Wichtig in der Arbeit der Telefonseelsorge sei es, diesen unterschiedlichen Formen des Trauerns Raum zu geben. „Wir müssen zuhören, mitfühlen und da sein“, ist Köck überzeugt. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr erreichbar – das mache das Angebot des anonymen Telefonnotdienstes besonders niederschwellig, sagt die Expertin. Trauernden rät sie: „Alles zulassen, Gefühlen nachgeben und sich nicht den Normen und Erwartungen unterordnen.“ 

 

Kontakt:  

Telefonseelsorge Tel.: 142

E-Mail-  und Chatberatung: www.ts142.at

Kids-line: 0800 234 123

Chatberatung: www.kids-line.at

 

Foto: Erzbischof Franz Lackner wird auch heuer zu Allerheiligen um 15 Uhr am Salzburger Kommunalfriedhof die Gräber segnen. Foto: Erzdiözese Salzburg/Neumayr

 

 

 

Zurück