Almabenteuer für Väter und Kinder

 

Laudato Si – Tiergottesdienst auf der Genneralm mit Vätern und Kindern

 

GENNERALM (eds/Oshowski - 11.7.2016) /Vom 8. bis 10. Juli nahmen 35 Väter und Kinder am Almabenteuer der Katholischen Männerbewegung Salzburg auf der Genneralm in der Osterhorngruppe teil.  Bereits im vierten Jahr kann die Katholische Männerbewegung auf steigende Teilnehmerzahlen bei ihren Vater-Kind-Aktivitäten verweisen. Kinder im Alter zwischen vier und vierzehn Jahren verbrachten erneut wertvolle gemeinsame Zeit mit ihren Vätern beim Bergwandern, Würst’l grillen, Staudamm und Ofen bauen, Lieder singen und Gottesdienst feiern. Die vielen Tiere auf der Alm hatten für die Kinder dabei auch eine besondere Bedeutung. Das Almabenteuer wurde in Kooperation mit den Eltern-Kind-Zentren in Salzburg angeboten.

„Das Abendgebet einer Nachtigall bleibt unerhört…“ lautete eine Liedzeile aus dem Jahr 1981. Münsteraner Theologen sagten damals, das sei das Dümmste, was sie je gehört hätten. 35 Jahre später schreiben Bischof Erwin Kräutler und Papst Franziskus von der Mitwelt und somit von der Wertschätzung gegenüber Tieren und Pflanzen.

Die Katholische Männerbewegung hat am vergangenen Wochenende auf dem Vater-Kind-Abenteuer auf der Genneralm einen Tiergottesdienst gefeiert, in dem die Geschöpfe auf der Alm mit ins Gebet einbezogen wurden. Dabei wurde darauf hingewiesen, dass bereits im Buch Genesis steht: „Hiermit schließe ich meinen Bund mit euch und mit euren Nachkommen und mit allen Lebewesen bei euch, mit den Vögeln, dem Vieh, allen Tieren des Feldes, mit allen Tieren, die mit euch aus der Arche gekommen sind.“ (Gen 9,9-10). 2500 Jahre später findet dieser Gedanke Eingang in eine päpstliche Enzyklika.

Am Samstag baute die erste Gruppe unter Leitung des Outdoor-Experten Robert Weilharter am Ackersbach einen Steinofen, in dem köstliches Brot gebacken wurde. Um von der Genneralm zum Ackersbach zu gelangen, mussten sich die vier- bis zehnjährigen jedoch zunächst über ein zwanzig Meter langes Steilstück abseilen. Schließlich wurden beim Ofenbauen auch Steine gesammelt, auf denen die Lieblingstiere der Kinder mit Farbe verewigt wurden.

Die zweite Gruppe ging über den Dürlstein, die Moosangerlalm und wie es sich für eine Katholische Männerbewegung gehört über den Pfarrersteig. Dabei ist anzumerken, dass der jüngste Teilnehmer auf dieser gut fünfstündigen Tour gerade einmal fünf Jahre alt war. Da war der Vater streckenweise in besonderer Weise gefordert. Auch bei der zweiten Gruppe spielten Tiere eine besondere Rolle, weil ein frisch gerissenes Tier gefunden wurde und der Wolf in der Osterhorngruppe schon mehrfach gesichtet wurde.

Grillen und Lagerfeuer boten darüber hinaus gute Gelegenheiten, um über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ebenso zu sprechen, wie über Möglichkeiten wie junge Männer mit spirituellen Impulsen erreichbar sind. Der Austausch zwischen Vätern auf der Alm im gemeinsamen Gehen ist für das Bewusstsein und Wachsen einer eigenständigen Vaterrolle von besonderer Wichtigkeit. Es dürfte kaum einen Vater gegeben haben, der nicht von einem anderen Teilnehmer einen interessanten Gedanken im Hinblick auf Vaterrolle, Berufsleben oder Familie aufgenommen hat.

Im kommenden Jahr wird nicht nur erneut das Almabenteuer auf der Genneralm angeboten, sondern im September auch ein eigenes Abenteuer zum Almabtrieb gestaltet. Frei nach Bischof Erwin Kräutler: Jedes Geschöpf habe allein dadurch, dass es existiere, eine eigene Botschaft von der Zärtlichkeit Gottes.

Fotos: KMB/Andreas Oshowski

Zurück