Aschermittwoch: woher kommt eigentlich die Asche?

 

Maxglan: Pfarrer Josef Pletzer übernimmt eine Idee aus Nigeria

 

Es ist in der katholischen Kirche Tradition, für den Gottesdienst zum Beginn der Fastenzeit oder österlichen Bußzeit, wie die 40 Tage zur Vorbereitung auf das Osterfest bezeichnet werden, Palmbuschen des Vorjahres zu verbrennen. Daraus entsteht die Asche, die den Gläubigen dann in der Liturgie am Aschermittwoch aufs Haupt gelegt wird. Dabei spricht der Zelebrant: „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst!“ Oder „Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium!“

Gläubige können alte Palmbuschen zum Verbrennen mitbringen

Josef Pletzer, Pfarrer in Salzburg-Maxglan: „Auch in unserer Pfarre kommt die Asche von den Palmbuschen und den Olivenzweigen vom Palmsonntag – diese werden verbrannt und dann bleibt uns die Asche.“ Heuer übernimmt er eine Idee, die sein Kaplan Marcellinus Nweke aus Nigeria mitgebracht hat: Die Pfarre wird die Gläubigen einladen, am Sonntag vor dem Aschermittwoch die Palmzweige des Vorjahres in die Kirche mitzubringen. Der Pfarrer wird dann mit den Priesterseminaristen die Zweige verbrennen. Bisher war dafür immer der Mesner zuständig. Die Asche wird im Gottesdienst in einer feierlichen Prozession zum Altar getragen und dann den Gläubigen aufs Haupt gelegt.

In Maxglan hat Kaplan Marcellinus im Vorjahr die Asche mit Weihwasser zu einer Art Teig gerührt, „dann war das Aschenkreuz auf der Stirn ordentlich sichtbar“, berichtet Josef Pletzer. Auch in manchen Schulen wird der Aschermittwoch gefeiert, aber heuer fällt der Tag in die Semesterferien.

Bildung, Spaziergang und Erstbeichte

In der Fastenzeit gibt es in der Pfarre Maxglan den Kurs „Basisinfo Christentum Modul II“ und einen „Spaziergang zur Vielfalt der Religionen“ am 21. Februar. Eine Besonderheit ist die Erstbeichte für die Kandidaten zur Erstkommunion: Am sogenannten Laetare-Sonntag, dem vierten Fastensonntag am 11. März,  werden alle Erstbeichtenden Ministrantengewänder anziehen. „Wir sagen mit den Kindern ganz bewusst danke, um die Schönheit und Kostbarkeit des Sakramentes der Buße bewusst zu machen“, informiert Josef Pletzer.

 

 

 

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