Auf das Wort Gottes hören

 

Einführung des neuen Lektionars beim Gottesdienst am Ersten Adventsonntag 

 

SALZBURG (eds/2. 12. 2018) / Am ersten Adventsonntag hielt die revidierte Einheitsübersetzung der Bibel Einzug in die Gottesdienste der Pfarren. Im Salzburger Dom übergab Erzbischof Franz Lackner das neue Lektionar während des Gottesdienstes an Lektorin Lisa Huber. Sprache sei lebendig, so der Erzbischof, und ändere sich. „Aus diesem Grund müssen unsere liturgischen Bücher stets überarbeitet werden.“ In den Briefanreden der Lesungen sei jetzt durchgehend von „Schwestern und Brüder“ die Rede. Außerdem werde der Gottesname aus Ehrfurcht vor der Allheiligkeit und Größe Gottes mit „HERR“  wiedergegeben. Das entspreche dem Zugang des Judentums, den Namen Gottes nicht direkt auszusprechen, sondern zu umschreiben. Die Gläubigen im Dom forderte Erzbischof Lackner auf: „Gebt dem Wort Gottes eine Chance. Hört mit Demut und mit dem Herzen.“ Er verwies auf die weisen Wörter eines Rabbiners, der sagte: „Der Mensch soll hören, das Verstehen kommt später.“ Den beginnenden Advent nannte Lackner „eine kleine Fastenzeit, die wir nützen sollen, uns etwas zurück zu nehmen“.

Das neue Lektionar geht mit einer optische Neugestaltung des Einbands durch den Künstler und Designer Christof Cremer sowie behutsamen Layout-Veränderungen einher. Anlass für die Neuauflage ist die vor zwei Jahren veröffentlichte neuen Bibelübersetzung der deutschsprachigen Bischöfe, eine Überarbeitung der Einheitsübersetzung von 1979.

Bis zum Juni 2021 „Jahre der Bibel"

In Österreich rufen die Bischöfe aus Anlass der Einführung des neuen Lektionars und somit der Einführung der neuen Bibelübersetzung in die gottesdienstliche Praxis drei „Jahre der Bibel" aus. Bis zum Juni 2021 soll die Bibel in zahlreichen Initiativen, Projekten und Veranstaltungen neu in den Fokus gerückt werden.

 

Foto: Erzbischof Franz Lackner übergibt das neue Lektionar im Dom an Lektorin Lisa Huber.

Fotos: Erzdiözese Salzburg

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