Auf der Reise zum Selbst

 

Einen besonderen Weg durch die Fastenzeit dürfen Interessierte heuer mitgehen: mit dem Theater-Reigen „Suchend – auf dem Weg“

 

SALZBURG (eds-17.1.2019) / Es ist eine künstlerische und spirituelle Suche nach dem, was im Leben trägt. Einen ersten Vorgeschmack gibt es am 31. Jänner.

Ein buntes Ensemble hat sich an diesem Winterabend im Haus der Katholischen Aktion zusammengefunden: Studentinnen, Musiker, Profi-Schauspielerinnen. Von Anspannung keine Spur. Immerhin probt die Truppe bereits seit September zweimal in der Woche gemeinsam. Das ist auch nötig, denn es geht um ein Stück der Superlative: In sechs Episoden, die künstlerisch jeweils komplett unterschiedlich umgesetzt werden,wird eine junge Frau auf ihrem Weg zum Selbst begleitet. Die Hauptfigur – eindringlich gespielt von der jungen Opernsängerin Leonie Anne Stoiber – spürt die Hektik und Rastlosigkeit der Zeit. Sie bricht unter der Last der eigenen und der fremden Ansprüche zusammen. Hier beginnt ihre Suche nach dem, was im Leben wirklich trägt.

Es ist die Geschichte einer Zerrissenen – und genau das macht sie zu einer von „uns“. „Bei ‚Suchend – auf dem Weg‘ geht es um die Sinnsuche“, erzählt die Regisseurin und Schauspielerin Angelika Bamer-Ebner, die die künstlerische Leitung innehat, „mit allen wichtigen menschlichen Themen wie Achtsamkeit, Dankbarkeit, Hoffnung und natürlich Liebe.“ 

Reigen will zum Dialog anregen

Am 31. Jänner ist es so weit: Die Andräkirche wird zur Bühne der Vorpremiere, bevor dann in der Fastenzeit sechs wunderschöne Kirchen in der Stadt Salzburg zum Schauplatz des eigentlichen spirituellen und künstlerischen Reigens werden. Der Theologe Peter Christian Ebner, der das Gesamtprojekt leitet, betont: „Die Fastenzeit ist eine besondere Zeit der Besinnung. Es ist so gedacht, dass die Zuseherinnen und Zuseher Teil dieses Projekts werden. ‚Suchend – auf dem Weg‘ ist nicht nur ein Theaterstück, das man sich anschaut – wir wollen die Gäste wirklich mitnehmen.“ Für Ebner ist ‚Suchend‘ ein Weg durch die Fastenzeit: „Fast wie Exerzitien im Alltag.“ 

Vor allem will das insgesamt 100-köpfige Ensemble berühren. Mit starken Bildern, musikalischen Elementen, ergreifenden Szenen. „Wir wollen keine Gebrauchsanweisung geben, wie das Leben funktioniert“, sagt Regisseurin Bamer-Ebner. „Vielmehr wollen wir die Zusehenden dazu anregen, selbst nachzudenken und kreativ zu werden – und in Dialog zu treten. Miteinander und mit den Künstlerinnen und Künstlern.“

Im Laufe der sechs Episoden begegnet die Protagonistin Menschen, mit denen sie wachsen und sich entwickeln kann – darunter ein Gefährte (Bashir Kordaji) oder ein Weiser (Peter Christian Ebner). Sie lernt die Freiheit kennen, wird dankbarer, achtsamer. Am Ende kommt die Suchende dort an, wo es anzukommen gilt – bei sich selbst. 

Foto: Einen Weisen erkennt man daran, dass er die richtigen Fragen stellt. In „Suchend – auf dem Weg“ übernimmt Peter Christian Ebner diese Rolle (l.). Er steht der titelgebenden Suchenden (Leonie Anne Stoiber) auf ihrem Weg zu dem, was im Leben trägt, zur Seite.  

Fotos: RB/Christoph Strom

 

Vorstellungen: Auftakt im Rahmen von „Stille Nacht 2018“: 1. Episode: Do., 31. 1., 19.30 Uhr, Pfarrkirche St. Andrä.

Der Reigen in der Fastenzeit 2019, jeweils 19.30 Uhr. 1. Episode: Do., 7., & Fr., 8. 3., Pfarrkirche St. Andrä. 2. Episode: Do., 14., & Fr., 15. 3., Pfarrkirche St. Paul. 3. Episode: Do., 21., & Fr., 22. 3., Pfarrkirche Itzling. 4. Episode: Fr., 29. 3., 19 Uhr, Katakomben St. Peter. 5. Episode: Do., 4., & Sa., 6. 4., Pfarrkirche Taxham. 6. Episode: Do., 11., & Fr., 12. 4., Kollegienkirche.

Vorverkauf: info@theater-brettspiel.at, Tel: 0676/750 63 48, Rupertus-Buchhandlung, Dreifaltigkeitsgasse 12, Salzburg

Buch und Inszenierung: Angelika Bamer-Ebner und Peter Christian Ebner. In Kooperation mit dem Theaterensemble Brettspiel.

Gefördert von Stille Nacht GmbH, Stadt Salzburg und der Erzdiözese Salzburg.

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