Bienen im Bischofsgarten

 

Josef Pichler ist langjähriger Mitarbeiter der Erzdiözese. Der Hobby-Imker siedelt nun Bienen im erzbischöflichen Garten in der Salzburger Altstadt an.

 

SALZBURG (eds/RB-6. 5. 2019) /  Ruhig gelegen zwischen Kapitelplatz und Festungsberg bietet die grüne Oase mit ihren vielen Obstbäumen und Blumen bestimmt ein geeignetes Zuhause. Die Idee, im Bischofsgarten Bienen einziehen zu lassen, war schon länger im Gespräch. Ein Insektenhotel gibt es bereits. Arten- und Umweltschutz sind im Sinne der Schöpfungsbewahrung große Anliegen der Kirche und somit ist die Bienenhaltung eine weitere der diözesanen Umwelt-Initiativen (zum Beispiel Klimabündnis, Salzburg 2050).

„Wir heißen unsere neuen Mitbewohner im Bischofsgarten, die fleißigen Bienen, herzlich willkommen“, freut sich Erzbischof Franz Lackner und verweist auf den Sonnengesang seines Ordensgründers, den heiligen Franziskus von Assisi. 

Lebensraum zurückgeben

„Die Mutter Erde ist uns anvertraut, gleichsam geliehen“, erinnert Lackner. „Wie Franziskus wollen auch wir uns ihrer in liebevoller Weise annehmen. In einer Legende heißt es, er habe Bienen im Winter von seinem eigenen Tisch Honig zurückgegeben. Bienen und Insekten wird heute vielfach der Lebensraum genommen; wir wollen ihnen ein kleines Stück zurückgeben. Und wenn auch für uns ein bisschen Honig abfällt, nehmen wir ihn dankbar an.“
„Ich freue mich, dass ein Teil meiner Bienen nun im erzbischöflichen Garten mit den vielen blühenden Obstbäumen sein darf“, sagt Josef Pichler. Der 59-Jährige widmet sich fast ein halbes Jahrhundert der Imkerei und bekam die Tradition von seinen Großeltern und seinem Vater von Kindesbeinen an vermittelt. Pichler, der auch als Wanderlehrer andere Imker unterrichtet, hält Bienen für die Natur und den Menschen alleine durch ihre Bestäubungstätigkeit  für unverzichtbar.

Der Mönchsberg in unmittelbarer Nähe  würde mit der Vielfalt der Pflanzen und ihren Blüten den Honig bereichern, weiß der Profi, der momentan auch die Ausbildung zum Imkermeister absolviert. Der Adneter rechnet mit 10 bis 15 Kilogramm „gelbes Gold“ im langjährigen Durchschnitt pro Bienenvolk. „Der Honig aus dem Bischofsgarten gehört dem Erzbischof und er entscheidet über die Verwendung“, so Pichler.

Große Verantwortung

Josef Pichler selbst wird sich um die Bienen kümmern. „Imkern beziehungsweise Bienenhaltung ist eine verantwortungsvolle Tätigkeit, die man erlernen muss“, so der Bienen-Experte und rät:  „Dieses fachliche und rechtliche Wissen holt man sich am besten bei einem Kurs vom  Landesverein für Imkerei und Bienenzucht.“ 

Foto: Josef Pichler, Mitarbeiter der Erzdiözese und Hobby-Imker, siedelt Bienen im erzbischöflichen Garten an. Die idyllische Oase unterhalb der Festung bietet den Tieren mit den vielen Obstbäumen und Blumen ein ideales Zuhause.

Foto: RB/Erzdiözese Salzburg

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