Bischofskonferenz: Schönborn als Vorsitzender bestätigt

 

Klimaschutz und Ökumene waren  weitere Themen der Herbstkonferenz der Bischöfe

 

Österreichische Bischofskonferenz in Eisenstadt

EISENSTADT (eds/kap -  11.11.2016) Kardinal Christoph Schönborn bleibt Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz. Der 71-jährige Wiener Erzbischof wurde bei der Herbstvollversammlung in Eisenstadt von den versammelten heimischen Bischöfen wiedergewählt. Schönborn steht seit 1998 an der Spitze der Bischofskonferenz. Unverändert bleibt der Salzburger Erzbischof Franz Lackner stellvertretender Vorsitzender der Bischofskonferenz. Seine Funktionsperiode dauert noch an.

Weiter rufen die österreichischen Bischöfe eindringlich dazu auf, das im vergangenen Dezember beschlossene Pariser Klimaschutzabkommen, das am 8. Juli 2016 im österreichischen Parlament ratifiziert wurde, rasch und konkret umzusetzen.

"Die globalen Bedrohungen, die durch die Erderwärmung und den damit verbundenen Klimawandel entstehen, werden immer offenkundiger", halten sie am Freitag in einer Erklärung zum Abschluss der Herbst-Vollversammlung in Eisenstadt fest. Der Klimawandel verschlimmere die Nahrungskrise, gefährde den Lebensraum und stürze Menschen oft unverschuldet in Armut und Lebensgefahr. Immer mehr seien gezwungen, die mittlerweile lebensfeindliche Umwelt, die ihnen früher Heimat war, zu verlassen, warnen die Bischöfe und nehmen zugleich die österreichische Politik in die Pflicht.

Die von Papst Franziskus verlangte "Sorge um das gemeinsame Haus" betreffe alle, halten die Bischöfe zuletzt fest. Diese sorge erfordere "eine Wende hin zu einem einfachen und verantwortungsvollen Lebensstil in Respekt vor Gottes guter Schöpfung".


Schönborn: "Das Gemeinsame ist stärker als das Trennende"

Die Ökumene und damit die Sehnsucht, die Kirchenspaltung zu überwinden, ist so alt wie die Reformation selbst. Das hat Kardinal Christoph Schönborn am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem evangelischen Bischof Michael Bünker in Eisenstadt betont. "Wir haben Wege der Versöhnung gefunden. Das Gemeinsame ist stärker als das Trennende," so Schönborn wörtlich.

Katholische und Evangelische Kirche hätten Unterschiede, "aber wir sind nicht mehr Feinde", so der Kardinal. Heute könnten katholische und evangelische Christen dankbar feststellen, dass es "vom Gegeneinander zum Miteinander" gekommen sei.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.kathpress.at/bischofskonferenz

Foto: Paul Wuthe / Kathpress

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