Bischofskonferenz tagt ab Montag im Stift Michaelbeuern

 

Familiensynode, Flüchtlingssituation und Konsequenzen aus der Umwelt-Enzyklika "Laudato si" stehen auf der Agenda der Bischöfe

 

MICHAELBEUERN (eds/kap-05.11.2015) /Unter dem Vorsitz von Kardinal Christoph Schönborn beginnt am Montag die Vollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz im Salzburger Stift Michaelbeuern. Die Hauptthemen der viertägigen bischöflichen Beratungen weisen diesmal starke Bezüge zu inhaltlichen Schwerpunkte auf, die Papst Franziskus in seinem Pontifikat setzt: Behandelt werden die Ergebnisse der Familiensynode genauso wie die Flüchtlingssituation und die Umwelt-Enzyklika "Laudato si", erklärte Generalsekretär der Bischofskonferenz, Peter Schipka, im Interview mit "Kathpress". Im Rahmen ihres Studientages werden sich die Bischöfe mit konkreten Möglichkeiten der Umsetzung der Enzyklika im Blick auf Ökologie und globale Gerechtigkeit befassen.

Im Zusammenhang mit Familienthemen werden sich die Bischöfe bei der bis Donnerstag nächste Woche dauernden Tagung mit dem jüngsten päpstlichen Dokument zur Vereinfachung von Ehenichtigkeitsverfahren befassen. Kardinal Schönborn und Bischof Benno Elbs werden u.a. dazu ihre Erfahrungen als Teilnehmer an der kürzlich zu Ende gegangenen Familiensynode einbringen. Ein weiterer wichtiger Punkt der Beratungen wird die Flüchtlingssituation sein. Seit der letzten Vollversammlung der Bischöfe im Juni hat die Kirche ihre Hilfe für Flüchtlinge verstärkt und dazu in allen Diözesen Koordinatoren für Flüchtlingsquartiere eingesetzt.

Die Versammlung des Episkopats beginnt am Montag, 9. November. Liturgischer Höhepunkt ist ein Festgottesdienst der Bischöfe am Mittwoch, 11. November, um 19 Uhr, in der Stiftskirche Michaelbeuern, zu dem alle Gläubigen eingeladen sind. Kardinal Schönborn wird der heiligen Messe vorstehen und predigen.

Über die Ergebnisse der Bischofskonferenz wird Kardinal Schönborn im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag, 13. November, um 10 Uhr, informieren.

Die Salzburger Benediktinerabtei Michaelbeuern wurde im 8. Jahrhundert als Mönchszelle gegründet. Seine Bewohner übernahmen den Seelsorgedienst in umliegenden Gemeinden sowie später auch im 18. Wiener Gemeindebezirk, wo noch heute der nahe am Allgemeinen Krankenhaus gelegene Bezirksteil nach dem Kloster benannt ist. Heute sind die elf Mönche der Abtei in vier Salzburger und oberösterreichischen Pfarren, einem Exerzitienhaus und einer Schule tätig, zudem betreibt das Stift u.a. eine Fischerei, eine Brauerei, ein Gasthaus sowie Forstwirtschaft. Sein Abt Johannes Perkmann ist auch Vorsitzender der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften in der Erzdiözese Salzburg. Die österreichische Bischofskonferenz war im Stift zuletzt bei ihrer Herbsttagung im Jahr 2013 zu Gast.

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