Caritas Salzburg betreute 250.000 Flüchtlinge

 

Positivbilanz nach einem Jahr - Integrationsprojekte werden ausgebaut

 

SALZBURG (eds/kap - 2. 9. 2016) / Die Caritas der Erzdiözese Salzburg zieht eine Positivbilanz nach einem besonders intensiven Jahr im Zeichen der Flüchtlingshilfe: Seit Anfang September 2015 die ersten Flüchtlinge - zumeist Transitflüchtlinge auf dem Weg nach Deutschland oder Nordeuropa - in Salzburg ankamen, konnte die Caritas rund 250.000 Flüchtlinge versorgen und dabei auf die Hilfe von rund 1.600 ehrenamtlich Engagierten zurückgreifen. Das teilt die Caritas in einer Presseaussendung mit. Dennoch sei die Arbeit nicht getan, so der Salzburger Caritasdirektor Johannes Dines: "Nun gilt es jene Menschen, die hier geblieben sind, in unsere Gesellschaft zu integrieren. Integration kann nur gelingen, indem beide Kulturen offen und wertfrei aufeinander zu gehen."

 Hauptamtliche Caritas-Mitarbeiter leisteten in dieser Zeit rund 3.650 Stunden Arbeit, die Freiwilligen Helfer leisteten 16.800 Stunden Arbeit. Verteilt wurden durch die Caritas rund 300 Tonnen an Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Kleidung.

 Laut Caritas-Angaben befinden sich im Bundesland Salzburg derzeit 4.500 Asylwerber in der Grundversorgung, rund 400 Menschen sind dabei in einem der zwölf Flüchtlingsunterkünfte der Caritas untergebracht. Am Höchststand wurden 500 Menschen in 15 Flüchtlingshäusern betreut. Insgesamt wurden seit September 2015 etwa 840 Menschen in einem Flüchtlingsquartier der Caritas im Bundesland Salzburg betreut. Das Betreuungsangebot umfasst über die Unterbringung und Nothilfe hinaus auch eine Rechtsberatung, eine vom Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds und vom Innenministerium kofinanzierte "Rückkehrhilfe" und psychotherapeutische Angebote. Seit Juli dieses Jahres bietet die Caritas außerdem ein "Qualifikationsscreening", in dem Sprachkenntnisse, das Bildungsniveau und berufliche Qualifikationen von Asylwerbern erhoben werden.

 Im Blick auf die nun anstehende Integrationsaufgabe verweist die Caritas auf laufende und künftige Projekte wie etwa jenes der "Lernpatenschaften", bei dem Freiwillige Kinder und Jugendliche beim (Deutsch-)Lernen unterstützen und so den Schulstart erleichtern sollen. Im Rahmen des Projekts "Deutsch ist Zukunft" werden außerdem Deutschkurse für Asylwerber mit hohem Bildungsniveau angeboten. Für Herbst dieses Jahres ist geplant, Plätze im Rahmen des "Freiwilligen Integrationsjahres" anzubieten und so anerkannten Asylwerbern die Möglichkeit zu bieten, sich im sozialen Bereich zu engagieren.

 

 

 

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