Die Pfarre Taxham feiert 50 Jahre Kirchweihe

 

Festprogramm vom 10. bis 14. Oktober

 

SALZBURG (eds-10.10.2018) / Offenheit, Gemeinschaft, die auch über das gemeinsame Feiern der Gottesdienste hinausgeht, und in Beziehung leben sind in der Pfarre Taxham ganz große Themen. Die Menschen leben hier ein glaubwürdiges Christentum und  versuchen mit Ehrlichkeit die befreiende Botschaft Christi weiterzugeben. Heuer feiert die Pfarre Taxham mit einem großen Fest vom 10. bis 14. Oktober 50 Jahre Kirchweihe. 

Die Taxhamer Kirche ist eine Gelöbniskirche: Erzbischof Andreas Rohracher gelobte am 30. Juni 1944  eine Marienkirche zu stiften, wenn die Stadt Salzburg vor all zu großen Bombenschäden bewahrt bleibt. Zu seinem goldenen Priesterjubiläum 1965 wurde dieses Versprechen verwirklicht, indem Land, Stadt und die Erzdiözese Salzburg ihm die zu errichtende Kirche in Taxham als Jubelgabe überreichten.  

Offenheit und Gemeinschaft

Offenheit, gelebte Gemein-schaft und in Beziehung zu leben stehen in der Pfarre Taxham ganz oben. „Taxham ist eine Pfarre mit großem Selbstbewusstsein und einem guten Sensus für die Liturgie“, freut sich Pfarreprovisor Josef Pletzer. Etwa 50 Prozent der KirchenbesucherInnen bringen sich als Ehrenamtliche in die Pfarrarbeit ein. Es gibt einen breiten Zusammenhalt und die Pfarre wird getragen von einer großen, stabilen und vor allem vielfältigen Gruppe. Die Gottesdienste werden hauptsächlich von Laien vorbereitet, die ihren Erfahrungsschatz und ihre Lebenserfahrungen einbringen und für eine große Buntheit sorgen. „Denn  katholischer Glaube bedeutet Vielfalt“, sagt die Ehrenamtliche Gabriele Schneckenleithner, die PGR-Obfrau ist, sich im Liturgiekreis, im Blickpunkt- (Pfarrzeitschrift) und im Firm-Team einbringt.  

Moderne Kirche

Taxham hat eine moderne Kirche. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil entstanden, hat sie in dem ganzen Schwung, der davon ausging, einen Aufbruch geschaffen. Auch ihre Architektur ist bemerkenswert – Taxham besitzt eine Zeltkirche: Das Kirchendach ist der Form eines Zeltes nachempfunden. „Das bedeutet, dass wir mit Gott und miteinander auf dem Weg sind“, erklärt Christoph Schobesberger, Pfarrassistent in Taxham. 

Die Kirche verfügt über einen offenen, einladenden Innenraum, in dem Gläubige und Priester gewissermaßen in einem Kreis zusammen feiern. Die Grundfläche ist in etwa quadratisch und es bietet sich keine Möglichkeit, sich etwa hinter einer Säule zu verstecken. So hat man die Möglichkeit, in offenen Austausch miteinander zu treten, denn „die Gemeinschaft drückt sich auch in der Architektur aus“, ist Schobesberger überzeugt. 

Vielfältige Angebote

Die Pfarre Taxham bietet den Menschen ein vielfältiges Angebot: Besonders stolz sind die Taxhamer beispielsweise auf ihren „Blickpunkt“, die Pfarrzeitschrift, die dreimal im Jahr herauskommt und über ein konventionelles Pfarrblatt hinausgeht. Es wird darin neben Themen rund um die Pfarre auch Kulturelles behandelt, aber auch Themen, die über Taxham hinausgehen. Im „Blickpunkt“ hat jedenfalls viel Platz und somit spiegelt dieser wiederum das Selbstverständnis der Pfarre Taxham, denn auch dort hat viel Platz: „Es muss nicht alles eng katholisch sein, sondern jeder, der kommt, hat auch Platz in der Pfarre Taxham – und das ist eine große Qualität“, freut sich Schobesberger.  

Auch findet in der Pfarre Taxham einmal monatlich ein Taizégebet statt. Es gibt einen Bibelkreis, eine Männerrunde, einen sehr großen Liturgiekreis, der alle Messen vorbereitet, eine kleine, aber durchaus aktive Jungschar. Seit über 30 Jahren gibt es den Kreis „Teilen“, über den man für Projekte in Indien und Südamerika spenden kann. Außerdem gibt es das Projekt HIT (Helfen in Taxham), das einerseits finanzielle Hilfe, andererseits ein Besucherservice anbietet: Dabei geht es darum, Menschen in Taxham nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, wenn diese beispielsweise durch Krankheit oder Alter nicht mehr aktiv am Gemeindeleben teilhaben können. Ein Team an Ehrenamtlichen besucht die Betroffenen regelmäßig zu Hause oder auch  im Seniorenheim. 

Darüber hinaus hat Taxham einen Pfarrkindergarten, der der Pfarre direkt angegliedert ist, die Senioren-Wohngemeinschaft „Christlich Wohnen“, die ebenfalls an der Pfarre andockt und zwei Kirchenchöre – einen traditionellen, der sich klassischer Kirchenmusik mit Orgelbegleitung widmet, sowie den „Nachklang“, der von Keyboard und Gitarre begleitet, modernere Literatur singt. Der Kammerchor und der Belcantochor proben in der Pfarre Taxham.    

Erinnern und Blick in Zukunft

„Wir feiern beim 50-Jahr-Jubiläum 50 Jahre Ort der Begegnung mit Gott, mit den Mitmenschen und mit einem selber“, so Pfarrprovisor Josef Pletzer. Das Jubiläum soll die Möglichkeit bieten, zu erinnern und danke zu sagen für das was war, aber auch in die Zukunft zu blicken: Es gelte den Übergang von der lebendigen, jungen Gründergeneration in die Jetztzeit zu gestalten, bedenkt Pletzer. Und Schobesberger ergänzt: „Wir wollen feiern, dass es diese Pfarre gibt, und dass da nach wie vor eine Sehnsucht nach Aufbruch und Wachstum da ist.“

Festprogramm

Der Vortrag von Paul M. Zulehner mit dem Titel „Neue Schläuche für jungen Wein“ wird am Mittwoch, 10. Oktober, 19.00 Uhr im großen
Saal der Pfarre Taxham die Festtage zum 50-Jahr-Jubiläum eröffnen. 

Am Donnerstag, 11. Oktober, findet um 19.00 Uhr eine Ökumenische Vesper gemeinsam mit Michael Welther, evangelisch, Ilias Papadopoulos, griechisch-orthodox, Josef Pletzer, katholisch und ehemaligen SeelsorgerInnen der Pfarre statt. 

Der Freitag, 12. Oktober, beginnt mit dem Erzählcafé um 14.30 Uhr im Seniorenwohnhaus, um 16.00 Uhr gibt es eine Stille Anbetung in der Kapelle und schließlich um 18.15 Uhr ein Taizé-Gebet in der Kirche. 

Der Samstag, 13. Oktober, wartet ab 14.00 Uhr mit einem bunten Kinderprogramm auf und endet um 17.00 Uhr mit einer Segnung der Kinder mit ihren Fahrzeugen. 

Der Höhepunkt des Festes ist der Festgottesdienst mit Erzbischof Franz Lackner am Sonntag, 14. Oktober, um 9.00 Uhr. Anschließend wird zum Frühschoppen mit den Salty Dixie Ramblers geladen.

Foto 1: Erstkommunion in der Pfarre Taxham: Pfarrprovisor Josef Pletzer und eine Schar an MinistrantInnen feiern Gottesdienst.

Foto 2: Das stimmungsvoll beleuchtete Taizé-Kreuz.

Fotos: Hermann Meidl

Foto 3: Pfarrassistent Schobesberger und Gabriele Schneckenleithner.

Foto 3: Erzdiözese Salzburg

 

 

 

 

 

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