Die Saat des Glaubens wächst weiter

 

Zum Fest der Diözesanpatrone Rupert und Virgil fand am Samstagvormittag im Salzburger Dom der jährliche Festgottesdienst statt. Erzabt Korbinian Birnbacher zeichnete das Leben der beiden Heiligen als eine Geschichte von Gründerpersönlichkeiten nach und wies auf die Bedeutung einer lebendigen Gemeinschaft im Glauben hin.

 

 

 

SALZBURG (eds-24.9.2016) / In seiner Predigt zum Festtag der Salzburger Diözesanheiligen erinnerte Erzabt Korbinian Birnbacher an die Ursprünge der Erzdiözese Salzburg.

In St. Peter begann das Fest der Salzburger Diözesanpatrone mit der Tauferneuerung, bevor es in einer feierlichen Prozession in den Salzburger Dom ging. Mit den Heiligenreliquien zog Erzabt Korbinian Birnbacher, gemeinsam mit Priestern, Diakonen, den Ordensleuten, den VertreterInnen der Ritterorden und zahlreichen Gläubigen in das vom Heiligen Virgil 774 geweihte Gotteshaus ein.

 „Rupert hat die Saat des christlichen Glaubens in Salzburg gesät – und diese Saat wächst auch heute noch“, betonte der Erzabt von St. Peter. Der Heilige hätte verstanden, dass es lebendige Gemeinschaft braucht, um den Glaube weiterzutragen. Mit der Gründung von St. Peter und dem Nonnbergkloster habe er diesen Gemeinschaften, die bis heute bestehen, einen Platz gegeben.

Auch der Heilige Virgil sei mit dem Bau des Domes eine Gründerpersönlichkeit und habe sich viel Neuem zugewendet. „Er  hat um die Bedeutung von Bildung und Wissenschaften gewusst und sich schon früh mit dem Verhältnis von Glaube und Vernunft beschäftigt“, wies Brinbacher hin.

Beide Heilige zeichne die Bereitschaft zum Aufbruch aus. „Sie haben sich nicht begnügt, im lauschigen Nest zu bleiben“, erklärte Birnbacher. Beide hätten alle Mühsal auf sich genommen, um ihrer Mission zu folgen.

Der Erzabt von St. Peter betonte  weiters, die Geschichte der Diözese sei nicht immer eine Erfolgsgeschichte gewesen. „Neben diesem Aufblühen gab es auch Durststrecken. Nicht alle Verantwortlichen waren stark genug für die Heiligkeit.“

Durch Rupert und Virgil habe sich die Botschaft Jesu auf den Weg gemacht und sich Gehör verschafft. „Ihrem mutigen Einsatz verdanken wir das Fundament auf dem wir stehen.“ Beide hätten es verstanden, Mensch aus unterschiedlichen Kulturen und Sprachräumen zu einen. Ihr glaubwürdiges Vorbild habe sie zum Beispiel eines christlichen Lebens werden lassen. „Auf dass wir – wie die beiden Heiligen Rupert und Virgil – immer wieder den Mut finden, aufzubrechen“, schloss Birnbacher seine Predigt.

Der heilige Rupert war der erste Bischof in Salzburg und der erste Abt des Stiftes St. Peter. Zudem ist er der Schutzpatron des Landes Salzburg. Seine Gebeine wurden von seinem Nachfolger, dem heiligen Virgil, anlässlich der Einweihung des Neubaus des Salzburger Doms am 24. September 774 nach Salzburg überführt.


Predigt im Volltext

 

Foto 1: Mit den Reliquien der Heiligen zog Erzabt Korbinian Birnbacher in einer Prozession in den Salzburger Dom ein.

Foto2: Die Prozession ging vom Stift St. Peter aus in den Dom

Foto 3: Erzabt Korbinian Birnbacher bei seiner Predigt

Fotos: eds

 

 

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