Die Sternsinger sind wieder unterwegs

 

Sie sammeln besonders für die Partnerorganisation Child Alert, die Kindern Schutz vor Gewalt bietet

 

SALZBURG (eds-28.12.2018) / Rund 10.000 Kinder und Jugendliche mit ihren Begleitpersonen sind in der Erzdiözese Salzburg gerade bei der 65. Sternsingeraktion der Katholischen Jungschar für die humanitäre Sache unterwegs. Unterstützt werden sie dabei von zahlreichen weiteren Helferinnen und Helfern, die mit den Kindern Lieder proben, für sie kochen oder Gewänder nähen. Exakt 1.868.682,63 Euro haben die Salzburger Sternsinger im Vorjahr „ersungen“. 

Alle österreichischen Sternsinger legen knapp 420.000 Kilometer zurück 

17,46 Millionen Euro haben im Vorjahr die 85.000 österreichischen Sternsingerkinder, unterstützt von 30.000 Begleitpersonen, in 3.000 Pfarren anvertraut bekommen. Rund 500 Hilfsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika wurden 2018 mit Sternsingerspenden finanziert. Die Projekte kommen aus den Bereichen Pastoral, Bildung, Soziales, Menschenrechte, Minderheiten- und Umweltschutz. Dabei wird eng mit zuverlässigen Partnerinnen und Partnern vor Ort zusammengearbeitet. Auch bei der heurigen Aktion legen die Sternsinger wieder geschätzte 420.000 Kilometer zurück und umrunden damit zehn Mal den Erdball. Mehr als vier Millionen Kinder und Jugendliche haben seit 1954 beim Sternsingen ihre ersten Erfahrungen mit ehrenamtlich-kirchlichem Engagement gesammelt. Die Spenden für die Sternsinger sind steuerlich absetzbar. Die Dreikönigsaktion war 2001 auch unter den ersten Organisationen, der das Spendengütesiegel der Kammer der Wirtschaftstreuhänder verliehen wurde. 

Philippinen als Fokusland 2019 – Hilfe für Kinder 

Auf Mindanao, der zweitgrößten Insel der Philippinen, lebt mehr als die Hälfte der 26 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner in Armut. Kinder sind besonders verwundbar, sie leiden häufig unter Gewalt, Ausbeutung und Kinderarbeit. Child Alert, die Partnerorganisation der Dreikönigsaktion, bietet Kindern auf Mindanao Schutz und eröffnet ihnen und ihren Familien Zukunftsperspektiven. 

Die Organisation steht Kindern und Jugendlichen in Davao City zur Seite und ermutigt sie, selbst aktiv zu werden und die Schule positiv abzuschließen. Sie erhalten regelmäßige Betreuung, lernen ihre Rechte kennen und einzufordern. Aber auch Eltern, Gemeinden und Politik werden miteinbezogen und für das Thema Kinderschutz und Kinderrechte sensibilisiert. Wenn Child Alert von Problemen oder Gewalt erfährt, schreitet das Team ein und unterstützt die betroffenen Kinder und ihre Familien – auch im Umgang mit staatlichen Stellen. 

6. Jänner: Erscheinung des Herrn (Epiphanias/Epiphanie), Heilige Drei Könige

Am 6. Jänner feiert die katholische Kirche die Erscheinung des Herrn. Als Epiphanie wird die Erscheinung der menschlichen Gegenwart Gottes in der Person Jesu Christi bezeichnet. Zugleich wird das Namensfest der Heiligen Drei Könige begangen. Das Matthäus-Evangelium berichtet – je nach Übersetzung – von Sterndeutern, Magiern oder Weisen aus dem Osten, die einer Sternkonstellation folgend über Jerusalem nach Bethlehem kamen, um den neu geborenen König der Juden zu suchen.

Seit dem 6. Jahrhundert werden sie mit Caspar, Melchior und Balthasar bezeichnet. In der Kunst wird zumeist Caspar als Myrre schenkender Afrikaner, Melchior als Goldschätze überreichender Europäer und Balthasar als asiatischer König gezeigt, der Weihrauch zur Krippe bringt. Bei den Geschenken steht Gold für das angemessene Geschenk für einen König, Myrrhe verweist als Heilpflanze auf den „Heiland“ und durch ihre Verwendung zur Einbalsamierung gleichzeitig auf den zukünftigen Tod. Der Weihrauch steht für Reinigung, Verehrung und Gebet und ist für den zukünftigen Hohepriester gedacht.

Nach einer Legende wurden die Gebeine der Heiligen Drei Könige zunächst in Konstantinopel aufbewahrt. Später sollen die sterblichen Überreste nach Mailand gelangt sein. Die Gebeine wurden 1164 als Kriegsbeute nach Köln überführt.

Die Heiligen Drei Könige werden als Schutzpatrone der Reisenden, Pilger, Kaufleute, Gastwirte und Kürschner verehrt. 

Brauchtum

Die Tradition des Sternsingens geht auf mittelalterliche Heischebräuche –dem Bitten um Gaben – zurück. Es diente dazu, sich in der kalten Jahreszeit ein Zubrot zu verdienen. Im 20. Jahrhundert wurde dieser Brauch wiederbelebt. 

Dreikönigsaktion

Heute ziehen im Rahmen der Dreikönigsaktion der katholischen Jungschar (https://www.dka.at/) einige Tausend Kinder und Jugendliche Jahr für Jahr in den Tagen vor dem 6. Jänner von Haus zu Haus, um für alle zu singen, die ihnen die Tür öffnen und Spenden für kinderbezogene Projekte in aller Welt zu sammeln.

Bevor sie weiterziehen, schreiben sie meist mit Kreide „C+M+B“ und die entsprechende Jahreszahl auf Haus- oder Wohnungstür bzw. den Türstock. Es steht für „Christus mansionem benedicat“ („Christus segne (dieses) Haus!“).

An diesem Tag finden die Abschlussgottesdienste der Sternsingeraktion statt.

Tagesevangelium: Mt 2, 1–12

Liturgische Farbe: Weiß

 

Foto1: Die Walser Sternsingergruppe mit Leonie Mackner, Anna Gerl (Sternträgerin), Simon Mackner und Franziska Mackner (v. vorne) ist heute Nachmittag in Viehhausen unterwegs. 

Foto1: Erzdiözese Salzburg 

Foto2: Dank der Sternsingeraktion können Ann, May und Jellian in Davao sicher zur Schule gehen.

Foto2: Katholische Jungschar Salzburg 

 

 

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