Diözesane Flüchtlingshilfe: „Wir sind auf einem guten Weg“

 

720 Flüchtlinge derzeit in der Erzdiözese Salzburg in kirchlicher Betreuung

 

SALZBURG (eds - 17.12.2015) / In der Erzdiözese Salzburg sind derzeit insgesamt 720 Menschen auf der Flucht in kirchlichen Quartieren oder von der Caritas angemieteten oder geführten Quartieren untergebracht. „Wir haben schon sehr viel erreicht, doch jedes leer stehende kirchliche Gebäude, das nicht genutzt wird, ist eines zu viel“, stellt der Sprecher des Salzburger Erzbischofs in Asyl- und Flüchtlingsangelegenheiten, Dechant Alois Dürlinger, fest. Bei dem Pfarrer von St. Veit i. Pg. leben selbst 26 Flüchtlinge in der Pfarre.  

Gerade jetzt vor Weihnachten und in Anbetracht der sinkenden Temperaturen seien nicht genutzte Wohnräume nicht zu rechtfertigen, so Dürlinger. „Das jüngst angebrochene Jahr der Barmherzigkeit und die Herbergsuche der Heiligen Familie erinnern uns täglich an unseren kirchlichen Grundauftrag“, betont der Dechant weiter.  

„Seit dem Aufruf des Erzbischofs im Sommer hat sich die Zahl der Unterbringungsplätze deutlich gesteigert“, berichtet der Flüchtlingskoordinator der Erzdiözese, Franz Neumayer, und zeigt sich erfreut: „Seit Anfang August ist die Gesamtzahl der Quartierplätze für Asylwerber und Asylberechtigte von 424 auf 720 gestiegen.“ 

„Die Koordination zwischen Pfarren, Land und Gemeinden erfordere zwar Zeit und Geduld, doch ich freue mich jedes Mal, wenn wir wieder Räumlichkeiten öffnen können - wie etwa zuletzt in Lend, Henndorf, Lamprechtshausen, Goldegg und Bad Hofgastein“, sagt Neumayer. „Wir sind auf einem guten Weg“, so der Koordinator. „In Zeiten von notwendigen Großquartieren nimmt die Kirche mit dem Modell der kleinräumigen Unterbringung in Pfarren eine wichtige Rolle ein - ganz besonders im Blick auf zukünftige Integration der betroffenen Menschen in unsere Gesellschaft.“

Bild: Erzbischof Lackner bei einem Besuch in einem Flüchtlingsquartier. (eds)

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