Ehe ist Erfolgskonzept

 

Familienbischof Franz Lackner empfiehlt, am Valentinstag anstatt Konsum und Kommerz Liebe und Ehe in den Mittelpunkt zu stellen 

 

WIEN/SALZBURG (kap/eds – 13. 2. 2020) / Der Valentinstag am 14. Februar ist nicht nur ein wirtschaftlicher Faktor, sondern vor allem Anlass sich mit den Themen Liebe und Ehe auseinanderzusetzen: Darauf hat der Salzburger Erzbischof Franz Lackner, Referatsbischof der Österreichischen Bischofskonferenz für den Bereich Ehe und Familie, gemeinsam mit dem Katholischen Familienverband am Donnerstag in einer Aussendung hingewiesen.
Die Gesamtscheidungsrate lag im Jahr 2018 bei 41 Prozent. Diese Zahl sei allerdings nur ein Prognosewert und erkläre, dass mit dieser Wahrscheinlichkeit eine im Jahr 2018 geschlossene Ehe wieder geschieden werde, sagte Rosina Baumgartner, Generalsekretärin des Katholischen Familienverbandes. Konkret wurden im Jahr 2018 insgesamt 46.468 Ehen geschlossen und 16.304 geschieden. „Die Zahl der Eheschließungen ist 2018 gegenüber 2008 um 22 Prozent gestiegen. Das ist ein klarer Aufwärtstrend", sagt Baumgartner und folgerte daraus: "Die Sehnsucht nach Beziehung, Ehe und Familie ist ungebrochen“.
Die Scheidungsrate hingegen sei kontinuierlich am Sinken: „Die Zahl der Ehescheidungen hat sich im selben Zeitraum erfreulicher Weise um rund 17 Prozent verringert und seit 2005 können wir eine sich stetig verringernde Scheidungsrate beobachten.“

Ehe als Sakrament und „Keimzelle des Lebens“

Es gebe sie also und sie seien in der Mehrzahl: Die glücklich verheirateten Paare, für die Familienbischof Franz Lackner zum Valentinstag eine besondere Botschaft hat: „Für die Ehe gilt ein Prinzip, das der leider zu früh verstorbene Bischof von Aachen, Klaus Hemmerle, geprägt hat: 'Lass mich dich lernen.' Dieser Weg - ehrlich beschritten - schließt auch Gott mit ein, der Ursprung und Ziel allen Lebens ist.“
Die Ehe als Sakrament und „Keimzelle des Lebens“ sei laut Lackner damit die wohl „tiefste menschliche Gemeinschaftsform. Sie ist zugleich bergender Ort und geschenkte Zeit.“

Bischof Valentin von Terni

Der Valentinstag geht auf den Bischof Valentin von Terni (ca. 230-269) zurück, der als Schutzpatron der Liebenden gilt. Der frühchristliche Heilige soll am 14. Februar 269 unter Kaiser Claudius II. den Märtyrertod erlitten haben, da er Liebende trotz eines staatlichen Verbots getraut haben soll.

 

Bild: eds/Shutterstock

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