Ein Dankfest für den Himmelsöffner

 

Prälat Balthasar Sieberer stand 28 Jahre an der Spitze des Seelsorgeamtes

 

SALZBURG (eds/wk - 29. 6. 2016) /Er gilt als der Erfinder und Initiator des „Offenen Himmels“, der für die Erzdiözese Salzburg seit 2005 zu einem Markenzeichen geworden ist: Prälat Balthasar Sieberer, der im Oktober sein 75. Lebensjahr vollendet, legt nach 28 Jahren die Leitung des Seelsorgeamtes in die Hände von Roland Rasser. Gestern Abend dankten ihm Erzbischof Franz Lackner und zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Erzdiözese für sein „nachhaltiges“ Wirken. „Du bist einer, der immer wieder Einheit stiftet“, sagte der Erzbischof.

Zum Auftakt des Dankfestes in St. Virgil feierte Prälat Sieberer mit allen Festgästen einer Wort-Gottes-Feier in der Kapelle. „Gott war in den 28 Jahren gut zu mir“, sagte er. Er habe sich immer um die Unterscheidung der Geister bemüht. Um die Richtung nicht zu verlieren, müsse man sich fragen „was würde Jesus in der jeweiligen Situation tun“, so Sieberer in seiner Predigt. Genau das sei auch für den diözesanen Zukunftsprozess wichtig. Ebenso müsse man auf Gott hören, „weil er uns letztlich zu einem guten Ziel führt“. Dabei könne jeder sicher sein, dass er von Gott nicht überfordert werde. „Gott geht auf uns zu, wir müssen uns nur abholen lassen“, sagte der scheidende Seelsorgeamtsleiter.

Lucia Greiner, Abteilungsleiterin im Seelsorgeamt, würdigte vor den Festgästen im Virgilsaal den Kunstförderer Balthasar Sieberer. Im Saal waren Fahnen von Karl Hartwig Kaltner aufgehängt, wie sie 2015 auch im Salzburger Dom zu sehen waren. „Das Realisieren von Träumen ist dir eigen, du hast Visionen umgesetzt“, dankte der Künstler Sieberer für sein Engagement. Michaela Koller und Susanne Savel-Damm aus dem Seelsorgeamt zeigten auf, dass ihr Chef nicht nur für finanzielle und personelle Ressourcen gesorgt, sondern auch immer ein offenes Ohr gehabt habe. Sieberer habe „Seelsorge als Lebenssorge“ verstanden, unterstrich Lucia Greiner.

Auch Ordinariatskanzlerin Elisabeth Kandler-Mayr verwies auf die „nachgehende Seelsorge“ und so manche „markigen Sprüche und offenen Worte“ Sieberers. „Deine Verlässlichkeit zeichnet dich aus“, ergänzte sie. Daran schlossen sich auch der Erzbischof, Generalvikar Hansjörg Hofer und das gesamte Konsistorium mit ihrem Dank an und überreichten Balthasar Sieberer ein Geschenk. Musikalisch wurde das Fest von den Kirchenmusikern Andreas Gassner, Werner Reidinger und Sonja Brugger mit Klaviermusik und einem Tiroler Volkslied umrahmt.

Bild: (v.l.n.r.) Ordinariatskanzlerin Elisabeth Kandler-Mayr, Prälat Balthasar Sieberer, Pastorin Esther Handschin von der Evangelisch-Methodistischen Kirche und Superintendent Olivier Dantine von der Evangelischen Kirche.

Foto: eds

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