Ein leidenschaftlicher Netzwerker

 

Direktor Peter Braun geht nach 30 Jahren in St. Virgil in den Ruhestand

 

SALZBURG (eds-16.5.2018) / Peter Braun war mehr als 30 Jahre in St. Virgil Salzburg tätig, seit 1991 dortiger Direktor. 150 Personen, darunter zahlreiche Vertreter aus Politik, Kirche und Gesellschaft, kamen am gestrigen Abend zusammen, um den Abschied in den Ruhestand ihres Freundes, Kollegen und Wegbegleiters zu feiern.

„Peter Braun hat die Bildungslandschaft in Österreich und darüber hinaus in den letzten Jahrzehnten wesentlich geprägt“, zeigte sich Erzbischof Franz Lackner dankbar für das Lebenswerk des gebürtigen Berliners. Auch Bürgermeister Harald Preuner würdigte Braun für dessen Verdienste in der Erwachsenbildung und verlieh ihm den Ehrenbecher der Stadt Salzburg. Ihm sei der großartige internationale Ruf von St. Virgil zu verdanken, so Preuner, der die gute und großartige Zusammenarbeit immer schätzte.

Landesrätin Martina Berthold überbrachte die Grüße des Landes Salzburg an den „leidenschaftlichen Netzwerker“. Braun engagierte sich für Berufsgruppen, die nah am Menschen arbeiten in Bereichen wie Pflege, Pädagogik, Kinderbetreuung, Sozialarbeit, Psychosoziale Gesundheit, Trauerarbeit und Seelsorge. In Kooperation mit Universitäten und Berufsverbänden entwickelte er in Kernthemen des Hauses auch wissenschaftliche Weiterbildung mit Fokus auf ethische Fragestellungen, beispielsweise zu Lebensanfang oder Lebensende.

Brücken in die Zukunft

„Du hast St. Virgil stark gemacht als Ort der Freiheit zur Begegnung mit Gott, mit sich selbst und den Mitmenschen“, sagte die Leiterin des Seelsorgeamtes der Erzdiözese, Lucia Greiner, die selbst einige Jahre in St. Virgil unter Braun als Studienleiterin tätig war. „Reflektiertem, selbstverantwortetem Glauben in der Welt von heute einen Platz zu schaffen, war dir das Anliegen“, so Greiner, und: „den Menschen die in St. Virgil erwanderten Horizonte zu eröffnen und aus den Brettern vor den Köpfen Brücken in die Zukunft zu bauen.“

Eine Ära geprägt

Dankbar zeigte sich auch der Nachfolger und neue Direktor von St. Virgil, Jakob Reichenberger: „Ich hatte das Glück seit 2009 bei ihm in die Schule gehen zu dürfen. Was mich so beeindruckt, ist seine Weitsicht, sein Mut und seine stets ermutigende und wertschätzende Art, die ihn so auszeichnen.“ Reichenberger ist überzeugt: „Peter Braun als Chef gehabt zu haben ist Ansporn und Aufgabe für meine neue Rolle.“

Der ehemalige Rektor, Prälat Hans Walter Vavrovsky erinnerte sich an die Anfänge Brauns in St. Virgil: „Als ich Peter vor über 30 Jahren kennenlernte, war mir bald klar: Dieser Mann ist hochqualifiziert, menschlich und inhaltlich und auch in seiner christlichen Einstellung. Den musst Du nach St. Virgil holen!“ Was ihn auszeichne: „Sein Humor, sein kritischer Geist, sein gutes Gespür für die Menschen und seine Führungsqualität“, so Vavrovsky. Lobend auch seine Abschlussworte an den 65-jährigen: Du hast nicht nur Spuren hinterlassen, du hast eine ganze Ära geprägt!“

Von Bonn nach Salzburg

1953 in Berlin geboren, studierte Peter Braun Erziehungswissenschaften, Soziologie und Psychologie an den Universitäten Berlin und Tübingen. Der Diplom-Pädagoge war Bildungsreferent bei der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands in Wernau, Bundesgeschäftsführer und  anschließend Leiter der Bundesstelle derselben in Bonn und kam schließlich 1987 als Studienleiter nach St. Virgil Salzburg. Bereits im Jahr darauf fungierte er als stellvertretender Direktor, seit 1991 war er Direktor. Seitdem war Braun Vorstandsmitglied im „Ausbildungsinstitut Salzburg für MitarbeiterInnen in der Erwachsenenbildung in Salzburg“. Viele Jahre war der Pädagoge Vorsitzender der „Arbeitsgemeinschaft Salzburger Erwachsenenbildung“ und des „Vereins Bildungsberatung Salzburg“. 2004 erhielt der zweifache Familienvater das Goldene Verdienstzeichen des Landes Salzburg, 2013 verlieh ihm der Bundespräsident den Berufstitel Professor.

Foto (v.l.n.r.): Harald Preuner, Peter Braun, Jakob Reichenberger, Bernhard Auinger

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