Ein Segen für die Liebe

 

Liebende feiern ökumenischen Gottesdienst am Valentinstag

 

 

 

SALZBURG (eds-12. 2. 2019) / Am Valentinstag lädt die Citypastoralstelle Infopoint Kirchen gemeinsam mit dem Ökumenischen Arbeitskreis zu einem Gottesdienst für Liebende. Die unter dem Motto „Ein Segen für die Liebe“ stehende Feier findet am 14. Februar um 19 Uhr in der altkatholischen Kirche im Schloss Mirabell statt. Über den Ablauf und Erfahrungen spricht der altkatholische Geberalvikar Pfarrer Martin Eisenbraun vorab mit dem Rupertusblatt.

RB: Am Valentinstag feiern Sie in der Schlosskirche Mirabell einen ökumenischen Gottesdienst für Liebende. Was kann man sich darunter vorstellen?

Eisenbraun: Römisch-katholische, evangelische und altkatholische Christen feiern gemeinsam einen Gottesdienst, der um das Thema Liebe und Beziehung kreist. Gemeinsames Singen und Beten, Predigtimpulse, Gedichte und ein musikalisches Angebot zeichnen diese Feier aus. Im Zentrum steht ein individueller Segen, der von Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen gespendet wird. Gesegnet werden alle, die sich als Liebende verstehen. Im Segenstext werden die Bedürfnisse der Paare aufgegriffen. Es kommen auch Einzelpersonen, die sich segnen lassen und auf ihre Liebe zu einem Menschen blicken, oder sich an geliebte Verstorbene erinnern. Die Zielgruppe ist sehr weit gestreut -  von jung bis alt. 80 und manchmal erheblich mehr Personen nehmen an der Feier teil. Nach dem Gottesdienst sind alle zu einer Begegnung mit Erfrischungen eingeladen.

RB: Die Veranstaltung findet jährlich statt. Wie sind Ihre Erfahrungen?

Eisenbraun: Bereits zum 13. Mal wird dieser ökumenische Segnungsgottesdienst für die Liebenden gefeiert, neun mal in der Altkatholischen Kirche im Schloss Mirabell. Der kleinere, ansprechende, zentral gelegene Gottesdienstraum war ein Grund, warum der ökumenische Arbeitskreis sich damals für die Schlosskapelle entschieden hat. Die Reaktionen auf die Feier sind durchwegs positiv, das zeigt sich nicht zuletzt auch daran, dass es einen Stamm von mehr als fast 5o Prozent der Teilnehmenden gibt, die immer wieder kommen. „Neuzugänge“ werden mitunter von denen mitgebracht, die schon einmal da waren.

RB: Wie schätzen Sie den ökumenischen Aspekt ein?

Eisenbraun: An der Segensfeier nehmen Christen aus fast allen Konfessionen teil, die im ökumenischen Arbeitskreis vertreten sind, das spricht für den starken ökumenischen Aspekt. Dass auch den Kirchen Fernstehende an diesem Gottesdienst teilnehmen, ist eine große ökumenische Chance. Für uns alle ist das Projekt „Segensgottesdienst“ eine prägende ökumenische Erfahrung.

 

Tipp: Gottesdienst für Liebende am 14. Februar um 19 Uhr in der Altkatholischen Kirche im Schloss Mirabell in der Stadt Salzburg.
Einladung als PDF



Info: Wer war der heilige Valentin?


Seit dem 4. Jahrhundert wird am 14. Februar eines heiligen Valentin gedacht, der Bischof von Terni gewesen sein soll. Die Erzählungen, dass er Rosen an Verliebte verschenkt und Paare geheim getraut hätte, entspringen volkstümlichen Quellen und sind historisch nicht nachweisbar. Dennoch galt er lange Zeit als Patron der Verlobten und als Stifter einer guten Heirat.

 

 

Zurück