Ein Vierteljahrhundert Einsatz für erfolgreichen Unterricht

 

Seit 25 Jahren findet vor Beginn des Schuljahres das Marchtal-Herbstseminar statt. Das Jubiläum regte zu einer Rückschau an

 

MICHAELBEUERN (eds-3. 9. 2019) / Mit einem Festakt beging das Amt für Schule und Bildung der Erzdiözese Salzburg gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule – Edith Stein (KPH) am vergangenen Dienstag das 25-Jahre-Jubiläum der gleichnamigen Herbstseminare für Pädagoginnen und Pädagogen in der Erzdiözese Salzburg. Rund 80 Personen, darunter ehemalige und aktuelle Teilnehmer der Seminare, sowie Wegbereiter und Mitarbeiter kamen zu der Abendveranstaltung in die Private Mittelschule der Benediktinerabtei Michaelbeuern.

Erzbischof Franz Lackner zitierte in seinen Grußworten zu Beginn des Festaktes den verstorbenen US-Präsidenten John F. Kennedy: „Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: Keine Bildung.“ Er betonte den wichtigen Stellenwert der Bildung für die Jugend und die Besonderheit der Marchtal-Pädagogik: „Sie steigt seit 25 Jahren weit von der Kanzel des reinen Wissens herab, um auf gleicher Augenhöhe Kindern, Personen zu begegnen und diesen bei der Formung des Lebens und der daraus resultierenden Aufgaben beizustehen und voranzugehen.“

Rückblick
Bei einem Rückblick in die Vergangenheit der Seminare in Michaelbeuern kamen Wegbegleiter der Marchtal-Pädagogik zu Wort, aber auch Schülerinnen und Schüler der letzten Jahre. Diese haben die Prinzipien des Pädagogikmodells in ihrer Schulzeit hautnah mitbekommen und wurden zu ihren Erfahrungen und Eindrücken befragt. Ein ehemaliger Schüler berichtete: „Das Prinzip, sich selbst Dinge in der freien Arbeitszeit zu erarbeiten, hilft mir auch jetzt noch in der HTL.“ Im Anschluss hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jubiläumsveranstaltung die Möglichkeit, die im heurigen Seminar erarbeiteten Unterrichtsmaterialien zu begutachten.

Konzept
Das Bildungskonzept „Marchtal-Pädagogik“ möchte mit reformpädagogischen Ansätzen auf Grundlage des christlichen Menschenbildes Unterricht gestalten. Wichtige Komponenten des Konzeptes sind der Morgenkreis, der den Schülern am Beginn jeder Woche zu Besinnung, Stille und Konzentration verhelfen soll, Freie Stillarbeit und vernetzter Unterricht. Der Marchtaler-Plan stammt ursprünglich aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart und wurde nach seinem Entstehungsort, dem Kloster Obermarchtal, benannt.

In Michaelbeuern findet jedes Jahr in den Sommerferien ein Herbstseminar statt, bei dem Pädagoginnen und Pädagogen die Möglichkeit haben, neue Materialien für verschiedene Fächer, heuer Biologie, Deutsch, Englisch, Geografie, Mathematik, Religion und Geschichte, für das kommende Schuljahr weiterzuentwickeln bzw. neu zu erstellen.

 

Foto: Wegbegleiter der Marchtal-Pädagogik, Schüler und Lehrer kamen beim Festakt zu Wort.

Foto: Erzdiözese Salzburg

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