Eine helfende Hand

 

Mit „Calimero“ schenkt die Caritas Eltern Auszeiten – Freiwillige sowie Paten und Patinnen gesucht

 

SALZBURG (eds-15.12.2018) / Bei Stress und Erschöpfung für kleine Auszeiten im Alltag mit einem Baby sorgen. Genau das bietet die Caritas Salzburg Müttern und Vätern mit „Calimero“ an. Freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen ein bis zweimal in der Woche nach Hause und stärken der wachsenden Familie den Rücken. 

Seit Oktober gehört Margit Riegersperger zum Leben des kleinen Fabian und seiner Mutter Verena Busek. Die „Calimero“-Mitarbeiterin erinnert sich an eine der ersten Begegnungen mit der Alleinerzieherin: „Frau Busek hat mir Fabian übergeben. Ich habe ihre Erschöpfung gespürt und gesehen. Als sie nach zwei Stunden zurückkam, war sie wie ausgewechselt. Mit einem Lächeln im Gesicht hat sie ihren Sohn in den Arm genommen.“ Kurze Auszeiten sind wichtig. Und: Ist die Mama ausgeglichen, tut das den Kleinen gut. Busek nützt die babyfreien Stunden derzeit vor allem, um ihre Liste abzuarbeiten. „Auf der steht, was ich alles unbedingt erledigen muss: einkaufen, die Betten neu überziehen, ein Behördentermin….“, zählt sie auf. Aber sie habe sich fest vorgenommen, demnächst einen Besuch im Café mit einer Freundin einzuschieben. Wenn sie Fabian in dieser Zeit bei Margit Riegersperger lasse, wisse sie: „Er ist bestens aufgehoben.“    

Fabian ist ein gesundes und fröhliches Kind. Doch nachts melde er sich nach wie vor alle paar Stunden. Längere Zeit am Stück schlafen sei nicht drinnen, berichtet die karenzierte Volksschullehrerin, die sich im Alltag von Beginn alleine um den jetzt neunmonatigen Säugling kümmert. Im Sommer kam sie an und über ihre Grenzen: „Es taten sich mehrere Baustellen auf: finanziell, rund um das zweite Karenzjahr und in der Beziehung.“ Dazu kam der Druck von außen und Aussagen wie:  „Ein Kind, das wirst du doch schaffen.“ Der Körper sagte: Stopp. Eine Gehirnhautentzündung zwang Verena Busek ins Krankenbett. Noch im Spital meldete sie sich bei Calimero und fragte nach Unterstützung. 

Gesucht: Freiwillige, die Zeit schenken

„Calimero“ soll wachsende Familien oder Alleinerziehenden den Rücken stärken – meist ein- bis zweimal pro Woche. „Wir waren schon in 29 Familien; derzeit begleiten 14 Freiwillige 15 Familien“, erklärt „Calimero“-Leiterin Manuela Summer. Die freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind versichert und werden laufend geschult. Summer hofft auf Verstärkung im Team, „denn die Zahl an Anfragen, können wir derzeit leider nicht abdecken“. Familien zahlen für die „Calimero“-Hilfe der Caritas eine sozial gestaffelte monatliche Pauschale bis zu 55 Euro. Die Stadt Salzburg fördert das Projekt finanziell und stellt ein Büro zur Verfügung.

Willkommen: Spenderinnen und Spender, die Familien unterstützen

Neben Zeit-schenken ist bei „Calimero“ auch Geld-schenken herzlich willkommen:  „Mit den Patenschaften finanzieren wir Einsätze bei Familien, die sich den Kostenbeitrag nicht leisten können“, so Summer. Das heißt: „Jeder Betrag hilft.“

Kontakt: DPGKS Manuela Summer, 0676/848 210 447, calimero@caritas-salzburg.at, www.caritas-salzburg.at/calimero

Spenden:  IBAN  AT11 3500 0000 0004 1533; BIC  RVSAAT2S

 

Foto: Die Freude ist beiden ins Gesicht geschrieben: der kleinen Karolina und Ulli Sams, die als eine der ersten „Calimero“-Freiwilligen im Einsatz war und noch immer ist.

Foto: Caritas Salzburg

 

 

 

 

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