Eine Kirche voller Köche

 

30-Jahr-Jubiläum: Salzburgs Köche feierten ihren Schutzpatron

 

 

 

SALZBURG (eds-10. 8.2017) / „Typisch für Salzburg“ sei das Laurentiusfest geworden, freute sich Prälat Hans Paarhammer im Rahmen des Festgottesdienstes mit Guardian Alexander Puchberger in der Salzburger Franziskanerkirche. Rund 100 Köche und Köchinnen aus ganz Salzburg sowie aus Oberösterreich, Deutschland und Italien pilgerten Donnerstagnachmittag in die Landeshauptstadt, um ihren Schutzpatron zu feiern. In Berufskleidung trafen die Vertreterinnen und Vertreter der Kochzunft am Alten Markt zusammen und zogen, begleitet von der Musikkapelle Grödig, in die Franziskanerkirche ein.

Laurentius: Heute Mitarbeiter für „Essen auf Rädern“

Würde der christliche Märtyrer heute leben, er würde „wahrscheinlich für „Essen auf Rädern“ oder für vergleichbare Projekte arbeiten“, führte Paarhammer in seiner Predigt aus. Der Diakon war im dritten Jahrhundert für die Ausspeisung der Armen, Alten und Bedürftigen in Rom zuständig. „Das Patrozinium erinnert uns an diesen großen Heiligen und Schutzpatron, der schon zu seiner Zeit ein leuchtendes Vorbild in Gottes- und Nächstenliebe war.“ Paarhammer segnete die anlässlich des Jubiläums gestifteten Kerzen und Fahnenbänder und dankte, „dass die Vertreter der Köchinnen und Köche Salzburgs und des Verbands der Köche Österreichs immer aufs Neue Kontakt suchen und für ihre Sache begeistern.“

Der Franziskuschor Seekirchen, der, so Paarhammer, seit langer Zeit zum „fixen Inventar der Feierlichkeiten“ gehöre, gestaltete den Festgottesdienst. Mit der Kollekte unterstützte die versammelte Gottesdienstgemeinde wie bereits in den vergangenen Jahren das Sozialprojekt „Festmahl“. Im Anschluss an den Gottesdienst ging es für die Feiergemeinde dann, begleitet von den  Salutschüssen der Weihnachtsschützen St. Leonhard, zum abschließenden Festessen in den Stiegl-Keller.

Das Laurentiusfest ist eine Veranstaltung des Referats für Tourismus- und Freizeitpastoral der Erzdiözese Salzburg, des Verbandes der Köche Österreichs (VKÖ) und dessen Sektion Salzburg.

Märtyrer und Heiliger

Der Heilige Laurentius, gestorben am 10. August 258 in Rom, war Diakon zur Zeit des Papstes Sixtus II. und starb als christlicher Märtyrer. Die Legende erzählt: Als Erzdiakon von Rom war Laurentius an der Seite des Papstes für die Verwaltung der Kirchengüter verantwortlich. Laurentius wurde vom Kaiser aufgefordert, die „Schätze“ der Kirche innerhalb von drei Tagen herauszugeben. Da versammelte Laurentius alle Armen und Kranken im Hinterhof seines Hauses und präsentierte sie dem Kaiser als den wahren „Schatz“ der Kirche. Daraufhin ließ dieser Laurentius auf einem heißen Eisenrost qualvoll zu Tode bringen. Laurentius ist seit alter Zeit Schutzpatron der Köchinnen und Köche, der Bibliothekare, der Bierbrauer, sowie vieler Berufsgruppen, die es mit dem Feuer zu tun haben.

Foto: Am Alten Markt trafen die Köche aus Österreich, Deutschland und Italien zusammen und brachten sich für den Festumzug in Aufstellung. / Foto (honorarfrei): eds

 

 

 

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