Eine „Koch-Ära“ geht zu Ende

 

31. Laurentiusfest: Übergabe der geistlichen Patronanz des Kochverbandes 

 

SALZBURG (eds-10.8.2018) / In Berufskleidung trafen sich rund 130 Köchinnen und Köche aus Salzburg, Österreich, Deutschland und Italien am Alten Markt in der Stadt Salzburg – am 10. August, dem Gedenktag des hl. Laurentius, Schutzpatron der Köche. „Unser Berufsstand entwickelt sich, trotzdem wollen wir die Tradition und das Gedenken bewahren“, sagte Alexander Forbes Jr., Obmann des Verbands der Köche Salzburg. Seit 18 Jahren war Prälat Hans Paarhammer an der Seite der Köche, heute gab er die geistliche Patronanz an Ernst Wageneder, Pfarrer in Mondsee, weiter. 

„Ich habe immer eure Beständigkeit und euer Traditionsbewusstsein bewundert. Mit dem Fest präsentiert ihr den Berufsstand der Öffentlichkeit und zeigt, welch Herz und Geist in euch wohnt. Dass ich bei euren Festen dabei sein durfte, bedeutet mir sehr viel“, bedankte sich Prälat Paarhammer. Vom Alten Markt zogen die Köche zuvor mit ihrem neuem geistlichen Begleiter, Pfarrer Wageneder, in die Franziskanerkirche ein, wo sie gemeinsam den Festgottesdienst feierten. Begleitet wurden sie von der Marktmusikkapelle Grödig. 

Mit Pfarrer Wageneder hätten die Köche einen „hervorragenden Nachfolger gefunden“, meinte Prälat Paarhammer. „Seelsorger für die Köche sein zu dürfen ist nach meiner eigenen Erfahrung ein großartiger Auftrag.“ Er übergab das Amt symbolisch mit Salz und Kochlöffel. In der Predigt stellte sich Pfarrer Wageneder vor und erklärte: „Wenn wir als Christen zusammen beten, essen und trinken wir – wir verbinden Lebensnotwendiges mit Lebensfreude.“ 

Auszeichnung als Dank für 18 Jahre Begleitung 

Als Dank für die vergangenen 18 Jahre wurde Prälat Paarhammer die Ehrenmitgliedschaft und die Goldene Ehrennadel – die höchste Auszeichnung des Kochverbandes – verliehen. Die Kollekte des Festgottesdienstes kommt wieder dem Sozialprojekt „Festmahl“ zugute. Das Laurentiusfest ist eine Veranstaltung des Referats für Tourismus- und Freizeitpastoral der Erzdiözese Salzburg, des Verbandes der Köche Österreichs (VKÖ) und dessen Sektion Salzburg. 

Märtyrer und Heiliger 

Der Heilige Laurentius, gestorben am 10. August 258 in Rom, war Diakon zur Zeit des Papstes Sixtus II. und starb als christlicher Märtyrer. Die Legende erzählt: Als Erzdiakon von Rom war Laurentius an der Seite des Papstes für die Verwaltung der Kirchengüter verantwortlich. Laurentius wurde vom Kaiser aufgefordert, die „Schätze“ der Kirche innerhalb von drei Tagen herauszugeben. Da versammelte Laurentius alle Armen und Kranken im Hinterhof seines Hauses und präsentierte sie dem Kaiser als den wahren „Schatz“ der Kirche. Daraufhin ließ dieser Laurentius auf einem heißen Eisenrost qualvoll zu Tode bringen. Laurentius ist seit jeher Schutzpatron der Köchinnen und Köche, der Bibliothekare, der Bierbrauer sowie vieler Berufsgruppen, die es mit dem Feuer zu tun haben. 

Foto1: Am Alten Markt nahmen die Köche aus Österreich, Deutschland und Italien Aufstellung, darunter Alexander Forbes Jr., Salzburger Obmann, mit Jungköchin und Tochter Lea-Sophie, Mike P. Pansi, Präsident des VKÖ (Mitte, v. l.), Pfarrer Wageneder und Alt-Präsident Alois Gasser (r.). 

Foto2: Prälat Paarhammer übergibt die geistliche Patronanz an Pfarrer Ernst Wageneder. 

Fotos (honorarfrei): eds 

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