Einkaufen, was gefällt und ohne schlechtes Gewissen

 

Der 3. Dezember ist Giving Tuesday – der weltweite Tag des Gebens. In den carlas, den Läden der Caritas, geht Spenden und Einkaufen Hand in Hand

 

SALZBURG (eds-3. 12. 2019) / Geben ist schöner als nehmen. Das stimmt, doch manchmal tut es gut, sich etwas zu verwöhnen: mit einem Schal, einem Buch… In den sechs carlas – den Caritas-Läden – in der Erzdiözese ist beides möglich: Spenden von Dingen, die ich nicht mehr brauche sowie Einkaufen von nützlichen und ausgefallenen Stücken zu erschwinglichen Preisen. Das Angebot reicht von Schischuhen,  über Jacken und Handtaschen bis zum Kaffeehäferl. Die carlas sind auch die richtige Adresse für Weihnachtsgeschenke, wie ein Lokalaugenschein zeigt.    

„Hier schaut es ja aus wie in einer Boutique.“ Kommt jemand das erste Mal in den carla, ist es oft dieser Satz, den Samira Sulik hört. „Die Menschen sind überrascht, haben nicht erwartet, dass sie in einem Second-Hand-Geschäft so schöne Sachen finden.“ Seit Sommer ist sie als „Fachanleiterin“ im Caritas-Laden in Salzburg-Herrnau. Sie kombiniert im neuen Job ihre beiden Leidenschaften „Mode und Soziales.“ Die junge Frau erledigt alles, was in einem Geschäft anfällt. Sie ist aber auch die erste Ansprechpartnerin für die Verkäuferinnen. Die insgesamt sechs carlas in der Erzdiözese sind mehr als ein normaler Arbeitsplatz. „Bei uns bekommen Frauen und Männer eine Chance, die sich schwer tun, die einen Bruch in ihrer Biografie erlebt haben, sei es eine Krankheit oder lange Arbeitslosigkeit. Wenn jemand hunderte erfolglose Bewerbungen hinter sich hat, macht das etwas mit ihm oder ihr. In den carlas sind die Leute ein Jahr beschäftigt und werden für den Wiedereinstieg in den ,normalen‘ Arbeitsmarkt begleitet“, sagt Morgane Bonnamour, Koordinatorin der carlas. Das Wichtigste dabei: „Die Menschen fühlen sich wieder gebraucht und gehen gestärkt weiter.“

Zweite Chance – für Menschen und Sachen 

Eine zweite Chance ist auch das Motto für die Waren: Kleidung, Spielzeug, Bücher, Sportartikel, Schmuck, Küchenutensilien… „Manchmal sind es geliebte Dinge, wie ein Geschirrservice, das lange in einer Familie war, das in unserem Geschäft neue Besitzer und ein neues Leben bekommt.“ Aussortieren, nicht wegwerfen. Dieses Prinzip füllt die Regale. „Im Logistikzentrum werden die Spenden geprüft und geschaut, wo es hinpasst: in die carlas oder zum Beispiel doch in die Kleiderkammer der Notschlafstelle“, erklärt Bonnamour, die noch auf ein wichtiges Detail verweist: „Der Erlös der carlas fließt in Projekte der Caritas.“

In den Läden ändert sich das Sortiment laufend und das schätzt die Kundschaft, die genauso bunt gemischt ist:  Hier kauft die Studentin ein, die auf Nachhaltigkeit Wert legt genauso wie Schnäppchenjäger oder Familien, die ihre Kinder mit Winterjacken für kleines Geld einkleiden möchten. Eine Fundgrube sind die carlas für Jung und Alt, die Vintage-Mode schätzen oder auf der Suche nach ausgefallenen Einzelstücken oder einem individuellen Weihnachtsgeschenk sind. Wer gerne Selbstgemachtes verschenkt, dafür aber kein Händchen hat: Die carlas bieten Marmeladen, Kekse und Säfte aus Caritas-Einrichtungen an.       

carla-Standorte in Salzburg und Tirol 

carla Second-Hand-Shops finden Sie: in der Stadt Salzburg in Aigen, Lehen, Herrnau und Maxglan sowie Neumarkt und St. Johann in Tirol. Die genauen Öffnungszeiten zum Einkaufen oder Spenden von gut erhaltenen, sauberen und funktionstüchtigen  Waren: www.caritas-salzburg.at oder Facebook: @carlasalzburg 

Fotos: Warnung: Wer in einen carla geht, um nur zu schmökern – das funktioniert nicht. Mit leeren Händen verlässt kaum jemand den Second-Hand-Shop, auch nicht Andrea Unterrainer aus Thalgau. Nach der kompetenten Beratung durch Samira Sulik am Standort Salzburg-Herrnau (im Erdgeschoss des neuen Caritas-Zentrums) und einem Rundgang durchs Geschäft ist sie fündig geworden.

Fotos: RB/ibu

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