Elisabethinum kommt zur Vereinigung von Ordensschulen

 

Die Halleiner Schwestern Franziskanerinnen übergeben den Schulstandort in St. Johann.

 

SALZBURG (kap - 19.2.2016 ) /Das Elisabethinum der Halleiner Schwestern Franziskanerinnen - eine Höhere Lehranstalt (HLW) mit zwei Schulzweigen - wird ab 1. September von der Vereinigung von Ordensschulen Österreichs (VOSÖ) geführt. Erstmals komme damit eine Schule aus Salzburg in die Vereinigung, als deren insgesamt zwölfter Schulstandort, gab das Medienbüro der Ordensgemeinschaften am Mittwoch bekannt. Alle Beteiligten seien am Dienstag umfassend darüber informiert worden. Den Franziskanerinnen sei es aus personellen und finanziellen Gründen nicht mehr möglich, die Schule in St. Johann weiterzuführen.

Die Bildungslandschaft in St. Johann sei in den letzten 100 Jahren von den Schwestern wesentlich geprägt worden, erklärte VOSÖ-Geschäftsführer Rudolf Luftensteiner, der auch das Bildungsreferat bei den Ordensgemeinschaften leitet. "Das soll mit dieser Einbindung in die VOSÖ nicht verloren gehen und auf Zukunft hin weiterentwickelt werden." Die in der Schule vermittelten Werte würden "die gleichen bleiben und auch in der Ausbildung gehen wir unseren bewährten Weg weiter und sind gleichzeitig offen für neue Entwicklungen", betonte Schulleiterin Christina Röck im Rahmen eines Informationstages.

297 Schüler besuchen im laufenden Schuljahr das Elisabethinum, das sich in eine fünfjährige Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe (HLW) und in eine dreijährige Fachschule für wirtschaftliche Berufe (FW) gliedert. Schwerpunkte der Vermittlung sind außer der Allgemeinbildung auch fundierte kaufmännische Ausbildungen und fachtheoretische und praktische Fertigkeiten, Kommunikationsfähigkeit und Sprachen sowie die Persönlichkeitsbildung. Spezielle Vertiefungen werden im Bereich Gesundheit und Freizeitmanagement, Logistik und Fremdsprachen gesetzt.

37 Bildungseinrichtungen an elf Standorten in fünf Bundesländern gehörten bisher den VOSÖ an. Dahinter stehen neun Ordensgemeinschaften, deren Spiritualität als besonderes Markenzeichen der einzelnen Schulen weiterhin gepflegt wird, in vielen Fällen ohne dass dabei weiterhin Ordensleute in den Schulen tätig sind. Zweck des 1993 gegründeten Vereins, der bislang rund 6.300 Kinder und Jugendliche unterrichtet und betreut, ist eine Entlastung der Orden in Fragen der Verwaltung und der wirtschaftlichen Führung von katholischen Privatschulen.

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