em. Erzbischof Kothgasser zeichnete Maturanten für Arbeiten aus

 

Ehrung für zwei Schülerinnen und einen Schüler, die im Fach Religion maturierten

 

SALZBURG (EDS-18. 2. 2020) / Nahtod-Erfahrungen, Papst Franziskus und ein Erzbischof als Ehemann: Mit diesen Themen entschieden drei junge Salzburger das Rennen um den 5. „Erzbischof Dr. Alois Kothgasser Preis“ für sich. Der Namensgeber überreichte die Preise am Dienstag eigenhändig und sagte beim Gratulieren: „Ich habe alle drei Arbeiten gelesen und freue mich, jungen Menschen mit der Anerkennung ihrer Leistung eine Freude zu machen.“

Er lobte die Aktualität der Themen und ging auf jede Arbeit ein. „Nahtod berührt mich. Da scheint ein Blitzlicht aufzuleuchten von dem, was wir Christen im Jenseits erwarten. Deshalb fürchte ich mich nicht vor dem Sterben.“ Mit großem Interesse habe er den Werdegang und die Entwicklung der Spiritualität von Papst Franziskus in der Version einer Maturantin gelesen, sagte er weiter. „Und was Wolf Dietrich von Raitenau und seine Kinder betrifft – nun, das muss einen ehemaligen Bischof von Salzburg ja interessieren. Bei ihm kam das Weltliche als Erscheinung dieser Zeit dazu“, erklärte Kothgasser.

Allen dreien – Tobias Lang, Nicola Prähauser (deren Mutter den Preis stellvertretend für die junge Frau entgegennahm, weil diese gerade in Rumänien arbeitet) und Katharina Huber – gratulierte der emeritierte Erzbischof herzlich und mit wohlwollenden Worten. 

Das sind die „Ausgezeichneten“

„Nahtod-Erfahrungen – naturwissenschaftliche und religiöse Zugänge“ – mit dieser Arbeit errang Tobias Lang aus dem BORG Oberndorf in diesem Jahr den 1. Platz. Diesen hat die Jury mit einem Preisgeld von 500 Euro dotiert. Nicola Prähauser aus dem PG St. Ursula überzeugte mit ihrer Arbeit „Papst Franziskus – Biographie und Spiritualität“; an sie gingen Platz 2 und 300 Euro. Für ihre Arbeit „Wolf Dietrich von Raitenau: Erzbischof und Ehemann“ erhielt Katharina Huber, ebenfalls Maturantin am PG St. Ursula, den dritten und mit 200 Euro dotierten Platz.
Bereits zum fünften Mal hat die Erzdiözese Salzburg Maturantinnen und Maturanten mit dem „Erzbischof Dr. Alois Kothgasser Preis“ ausgezeichnet. Die Jury hat vorwissenschaftliche Arbeiten aus dem Bereich des katholischen Religionsunterrichts prämiert. Der Namensgeber, der emeritierte Alois Kothgasser, überreichte die mit insgesamt 1.000 Euro dotierten Auszeichnungen am Dienstagnachmittag im Privatgymnasium Borromäum.

Großes Lob an Arbeiten im Fach Religion

„Die Jury hat es sich wirklich nicht leicht gemacht und nach Würdigung jeder Arbeit und nach ausführlicher Beratung und Diskussion, nach Vergleich der Arbeiten und Abwägung vieler Argumente, aber auch unter Bedachtnahme der ausgeschriebenen Kriterien eine Entscheidung gefällt“, sagte Herbert Tiefenthaler, Jury-Vorsitzender und Fachinspektor für Religion. Diese fiel schließlich einstimmig aus. „Es ist erfreulich und beachtenswert, wenn sich im Rahmen des schulischen konfessionellen Religionsunterrichts – im öffentlichen Raum also – junge Menschen auf den Weg machen, religiöse Themen zu bearbeiten. Dabei stellen sie unter Beweis, dass sie den Anforderungen einer vorwissenschaftlichen Arbeit entsprechen“, ergänzte Tiefenthaler.
Anton Lettner, Direktor des Amtes für Schule und Bildung in der Erzdiözese Salzburg, dankte auch den drei Religionslehrerinnen, welche die Arbeiten der „Ausgezeichneten“ betreut hatten: „So konnten die jungen Leute die Kompetenzen und Fähigkeiten, die sie im Laufe der Schulzeit erworben haben, bestens umsetzen.“
 

Fotos: Die Preisträger Tobias Lang, Katharina Huber, em. Erzbischof Alois Kothgasser und die Mutter von Preisträgerin Nicola Prähauser (v. l.) bei der Verleihung der Auszeichnungen für besonders gelungene Vorwissenschaftliche Arbeiten für die Matura im Fach Religion.
Fotos: Erzdiözese Salzburg (EDS)

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