Erzabtei St. Peter als Kulisse für "Universum-History

 

Karl Merkatz spielt in der ORF-Filmdokumentation "Salzburg - ein Land für sich" den früheren Erzabt Willibald Hauthaler

 

SALZBURG (eds/kap - 11.7.2016) Die Salzburger Benediktinererzabtei St. Peter ist das älteste bestehende Kloster im deutschen Sprachraum und eng mit der Geschichte des Bundeslands verwoben. Für die neue Filmdokumentation aus der ORF-Reihe "Universum History" mit dem Titel "Salzburg - ein Land für sich" ist die Erzabtei deshalb wichtiger Schauplatz. Die Dokumentation erzählt die Geschichte des Bundeslandes von 1918 bis in die Gegenwart anhand der Erlebnisse und Eindrücke der Baumeisterfamilie Wagner. Sendetermin ist der 25. Oktober um 21.05 Uhr in ORF2.

Karl Merkatz sitzt in schwarzem Habit und mit den Insignien des Erzabtes des Stiftes, dem Ring und dem Brustkreuz, am Schreibtisch in der Prälatur der Erzabtei. Dass es sich hier nicht um eine Alltags-Szene aus dem Stift handelt, machen die vielen Kameras klar, die auf den Schauspieler gerichtet sind. Einen Tag lang wurde in den Räumlichkeiten im Juni unter Aufsicht von Erzabt Korbinian Birnbacher intensiv gedreht. Für die Dokumentation hat der Erzabt eine Ausnahme gemacht. Genehmigungen für Dreharbeiten erteile er selten, "weil wir uns sonst vor Film-Teams nicht mehr retten könnten".

Merkatz mimt in der Salzburg-Doku den früheren Abt der Erzabtei Willibald Hauthaler; übrigens "sehr authentisch", wie Birnbacher im Gespräch mit "Kathpress" am Montag anmerkte. Hauthaler leitete das Stift von 1901 bis 1922 und zeichnete u.a. für den Bau des Peterskellers und des Edith-Stein-Hauses verantwortlich. Dargestellt wird in der Szene Abt Hauthaler, der über die betrüblichen Zeiten nach dem Ersten Weltkrieg räsoniert. Gleichzeitig trifft Franz Wagner bei dieser Gelegenheit auf Pater Petrus Klotz, dem künftigen Erzabt, der in Folge eng mit dem Baumeister zusammenarbeiten wird.

"Salzburg - ein Land für sich" ist Teil der neunteiligen ORF-Zeitgeschichte-Reihe "unser Österreich", die bereits im Dezember 2015 gestartet ist. Die Reihe rückt erstmals die facettenreiche Geschichte von Österreichs Bundesländern in den Mittelpunkt. In der Salzburg-Doku stellen die Regisseure Chris Weisz und Ernst Gossner nach dem Treatment von Thomas Baum die bewegte Geschichte Salzburg von 1918 bis in die Gegenwart anhand der Erlebnisse und Eindrücke der Baumeisterfamlie Wagner dar.

Die Familie hat das Gesicht der Bischofs- und Festspielstadt Salzburg über mehrere Generationen mit geprägt - von einer scheinbar abgeschlossenen Welt bis zu einem mondänen Zentrum Europas. Der Cast setzt sich aus bekannten Schauspielern wie Karl Merkatz, Fritz Egger und Charly Rabanser zusammen. Die Historiker Ingrid Holzschuh und Robert Kriechbaumer führen als Experten durch den Film.

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