Erzbischof Franz Lackner verlieh Rupert- und Virgil-Orden

 

Groß-Gold für „Mann der Universität und der Kirche“

 

SALZBURG (eds- 03. 12.2015) / Gestern verlieh Erzbischof Franz Lackner sieben Frauen und Männern für ihr kirchliches Engagement den Rupert- und Virgil-Orden in Silber. Der langjährig in der kirchlichen Bildungsarbeit engagierte Mathematiker Fritz Schweiger erhielt den Verdienstorden in Groß-Gold.  

„Er vertritt überzeugend ein im Zweiten Vatikanischen Konzil verortetes Laienapostolat“, beschreibt die Präsidentin der Katholischen Aktion, Doris Witzmann, Univ.-Prof. Fritz Schweiger (73). Schweiger, „ein Mann der Universität und der Kirche“ (Rektor Univ.-Prof. Heinrich Schmidinger) erhielt gestern Abend in einer Feier von Erzbischof Franz Lackner den Rupert und Virgil-Orden in Groß-Gold. Gewürdigt wurde seine jahrzehntelange Tätigkeit als Vorsitzender im Kath. Bildungswerk (KBW) und im Kath. Akademikerverband (KAV).  

Der gebürtige Wiener arbeitete nach seiner Promotion 1964 an der Uni Wien und kam 1969 nach Salzburg. Bis zu seiner Emeritierung 2010 lehrte er Mathematik an der Uni Salzburg. In seiner ehrenamtlichen Tätigkeit war Prof. Schweiger der Dialog zwischen Wissenschaft und Religion ein großes Anliegen. Das Evangelium war für ihn das Fundament für ein gelingendes Miteinander und für ein erfülltes Leben. Mit 24 Jahren als Vorstandsvorsitzender und 36 Jahren Mitgliedschaft ist der Geehrte mit Abstand der längst dienende Obmann des KAV.  

In seiner Laudatio ging der Rektor der Salzburger Universität, Heinrich Schmidinger, auf Schweigers Prägung durch das Konzil ein: „Er vertritt ein der Welt und den Menschen zugewandtes Christentum“. Der Kirche müsse daran gelegen sein, die Theologie als Wissenschaft zu akzeptieren und ihr auch die entsprechende Freiheit einzuräumen. Das sei eines der Anliegen des Geehrten, das er in der Rede vor Papst Johannes Paul II. 1988 im Salzburger Festspielhaus artikuliert hatte, betonte der Laudator.  

Erzbischof Lackner: „Sie haben etwas von Ihren Herzen gegeben“
 

Drei Frauen und vier Männer wurden für deren Verdienste im Pfarrleben mit dem Rupert- und Virgil-Orden in Silber ausgezeichnet. „Diese Auszeichnung ist kein Akt der Barmherzigkeit, sondern Sie haben durch Ihre Tätigkeiten, Fähigkeiten und Dienste an den Menschen etwas von Ihren Herzen gegeben“, betonte Erzbischof Franz Lackner in seinem Dank an die Geehrten.  

In ihrer Laudatio stellte die Ordinariatskanzlerin der Erzdiözese Salzburg, Elisabeth Kandler-Mayr, die Verbindung zwischen der Auszeichnung und deren Namensgeber, den Diözesanpatronen Rupert und Virgil, heraus: „Wir können von ihrem geistigen Erbe lernen, wenn es mit Leben gefüllt ist“ betonte Kandler-Mayr und kennzeichnet die „pastorale Sorge“ der Heiligen als beispielhaft. „In den Ehrungen dürfen wir das Tun der Heiligen mit Ihrem Tun verbinden“, so die Laudatorin.  

Der 76-jährige Anton Lutz aus Reith i. Alpbachtal ist seit 50 Jahren als Mesner in der Filialkirche St. Gertraud tätig, deren Weihnachtskrippe er initiiert hatte. Ebenfalls aus dem Tiroler Teil der Erzdiözese stammend erhielten zwei Kirchbergerinnen den Verdienstorden: Die 79-jährige Katharina Kahn kümmert sich seit 25 Jahren um den Kirchenschmuck und ist Mesnerin. Gertraud Schmiedinger, 61, ist seit über 20 Jahren Leiterin in der örtlichen Katholischen Jungschar.  

Der ehemalige Hauptschuldirektor Josef Puhr, 85, machte sich als langjähriger Organist und Kirchenchorleiter um die Pfarre Thalgau verdient. Ebenfalls aufgrund seines kirchenmusikalischen Engagements wurde der 67-jährige Georg Labacher aus Hüttau ausgezeichnet, der seit 16 Jahren den örtlichen Kirchenchor leitet und ein Adventsingen organisiert.  

Der ausgezeichnete Mesner Heinrich Handl aus Golling steht mit seiner Tätigkeit ganz in der Familientradition: Bereits Urgroßvater, Großmutter und Mutter des 75-Jährigen führten den Mesnerdienst aus. Ebenfalls aus dem Tennengau wurde Maria Eder geehrt. Die 78-jährige Lungötzerin engagiert sich in den vielfältigen Bereichen des Pfarrlebens, wie im Kirchenchor, dessen Chronik sie seit der ersten Stunde führt, oder im sozialen Dienst.    

Foto1: Prof. Fritz Schweiger (im Bild links seine Ehefrau) erhielt von Erzbischof Franz Lackner den Rupert und Virgil-Orden in Groß-Gold, rechts Laudator Heinrich Schmidinger.  

Foto 2: Verleihung des Rupert- und Virgil-Orden in Silber (alle): V.l.n.r.: Ordinariatskanzlerin Elisabeth Kandler-Mayr, Georg Labacher (Hüttau), Anton Lutz (Reith i.A.), Heinrich Handl (Golling), Gertraud Schmiedinger (Kirchberg i.T.), Erzbischof Franz Lackner, Josef Puhr (Thalgau), Katharina Kahn (Kirchberg i. T.), Maria Eder (Lungötz)

Fotos 3-6: Verleihung des Rupert- und Virgil-Orden in Groß Gold an Fritz Schweiger

Fotos 7-13 Verleihung des Rupert- und Virgil-Orden in Silber

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