„Du bist ein Freund der Menschen“

 

Benefizkonzert zum 75er: Erzbischof Lackner gratulierte Kardinal Schönborn 

 

WIEN (eds-kap 24.01.2020) / Mit dem Benefizkonzert „Laudamus te!“ im Wiener Stephansdom fand der Geburtstagsreigen zum 75er des Wiener Kardinals Christoph Schönborn einen Höhepunkt. Erzbischof Lackner gratulierte dem Jubilar im Anschluss an das Konzert namens der gesamten Bischofskonferenz und dankte ihm für das „Zeugnis an christlicher Nächstenliebe“ und seine „bischöfliche Hirtensorge“. Der Erlös des Benefizkonzerts ging an sozial-caritative Projekte in Wien und Syrien. Auf dem Programm stand die Große Messe in c-Moll (KV 427) von Wolfgang Amadeus Mozart. 

Verantwortung für Weltkirche

Der Salzburger Oberhirte würdigte in seiner Festrede die großen und wichtigen Aufgaben der Weltkirche, die dem Wiener Kardinal von Seiten des Vatikans anvertraut wurden: „Exerzitienmeister, Berater und Stimme von Päpsten; Krisenmanagement anlässlich schwerer kirchlicher Verfehlungen.“

Herausragend, so Lackner, sei außerdem die besondere Gabe Schönborns, trotz seiner vielfältigen weltkirchlichen Aufgaben nie den Kontakt zu den Gläubigen verloren zu haben. „Du bist wahrlich ein Freund der Menschen“. Damit löse Schönborn seinen bischöflichen Wahlspruch in besonderer Weise ein, der da lautet: „Ich aber habe Euch Freunde genannt“.

 „Es war knapp“

Schließlich dankte ein sichtlich bewegter Kardinal Schönborn „für diesen wunderbaren Abend“ im Stephansdom. Zugleich richtete er einen Dank an seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und blickte zugleich auf die Zeit nach seinem Lungeninfarkt: „Ich bin dankbar, dass ich am Leben geblieben bin. Es war knapp“.

Dankbarkeit empfinde er auch, wenn er auf die Kirche insgesamt blicke: Für viele sei Kirche „ein Reiz-, ja, ein Unwort“. Er habe Kirche indes von jung an bis heute bei allen Konflikten und Krisen stets als sein „Zuhause“ erleben dürfen. Kirche sei schließlich immer mehr als eine bloße Institution; sie sei „Seelen- und Herzensgemeinschaft“, auch wenn dieses Wesen oftmals „verdeckt und verschmutzt“ erscheine. Sein eigenes Leben habe er stets als „von Gott gefügt“ erlebt, schloss Schönborn: „Das ist das, was ich im Rückblick auf Leben sagen kann: Gott fügt, auch dort, wo wir es oft gar nicht vermuten“.

Konzerterlös für Projekte in Wien und Syrien

Der Erlös des Konzerts kommt sowohl der Hilfsorganisation „Open Hospitals - Medizinische Versorgung in Syrien“ und dem Caritas-Projekt „Le+O“ für Bedürftige in Österreich zugute. Im Anschluss lud die Erzdiözese zu einer Agape in den Innenhof des Erzbischöflichen Palais.

Foto: BIKO

 

 

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