Erzbischof Lackner öffnet noch ein Haus für Flüchtlinge

 

Caritas betreut 20 neu Angekommene im Christ-König-Kolleg in der Salzburger Altstadt

 

SALZBURG (eds/wk - 31. 8. 2015) / Mit dem „Christ-König-Kolleg“ in der Altstadt öffnete heute die Erzdiözese Salzburg ein weiteres Haus für Flüchtlinge. Erzbischof Dr. Franz Lackner begrüßte die 20 jungen Männer, die vorwiegen aus Syrien und Nigeria kommen, persönlich. „Wir haben großen Respekt vor der Notsituation, aus der sie kommen, und wollen hier alles tun, damit sie gut aufgenommen sind“, sagte der Erzbischof.

Das Christkönig-Kolleg, ein ehemaliges Studentenheim, ist nach der ehemaligen Landespflegeanstalt in Mülln und dem Bergheim in Obertauern das dritte Haus, das die Erzdiözese Salzburg für Flüchtlinge bereitstellt. Mehr als 140 Männer werden in diesen Häusern derzeit untergebracht und von der Caritas betreut. Der Erzbischof sicherte heute zu, dass sich diözesane Einrichtungen und Salzburger Pfarren um die Integration kümmern und die Caritas in der Betreuung und beim Deutschunterricht unterstützen werden. „Wir respektieren als Christen auch die anderen Religionen“, sagte Lackner und ersuchte die Neuangekommenen ihrerseits auch um Respekt für die Christen.

„Derzeit kommen tausende Flüchtlinge nach Österreich. Wir bitten daher auch um Verständnis, dass das manche Landsleute beunruhigt“, betonte Erzbischof Lackner vor den Neuankömmlingen. Dass in ihren Herkunftsländern und auf der ganzen Welt Frieden werde, sei eine gemeinsame Vision, meinte der Salzburger Oberhirte. Angesichts der 71 toten Flüchtlinge im Kleinlastwagen bei Parndorf sagte Erzbischof Lackner: „Die Grenzen dicht machen ist keine Lösung“. Christen müssten so helfen, dass sie dem Christsein gerecht würden. Er kündigte auch Gespräche mit Politikern an, um die Hilfe in den Herkunftsländern zu verstärken.    

Caritasdirektor Johannes Dines wies darauf hin, dass das Christ-König-Kolleg mitten in der Altstadt ein „guter Ort ist, um die Integration der Vertriebenen in Salzburg zu unterstützen“. Hier gebe es viele kirchliche Einrichtungen und Pfarren, die mithelfen. Erzbischof Lackner will in den nächsten Tagen mit der Muslimischen Glaubensgemeinschaft besprechen, wie weit sie bei der Betreuung mitarbeiten können.

Heute werden um 19 Uhr zum Gedenken an die in Parndorf tot aufgefundenen Flüchtlinge und an alle anderen Opfer von Flucht und Vertreibung in den Kirchen der Erzdiözese Salzburg zehn Minuten lang die Glocken geläutet. 


Foto: Erzbischof Lackner öffnete heute das Christ-König-Kolleg in der Salzburger Altstadt für 20 Flüchtlinge. Foto: EDS



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