„Es gibt keine Alternative zum Dialog“

 

Hunderte feierten mit dem Bildungshaus St. Virgil den Vierziger

 

SALZBURG (eds / 30. 4. 2016) / Seit 40 Jahren steht St. Virgil für Dialog - verkörpert durch dessen Rektor Prälat Hans Walter Vavrovsky. Daher wurde bei der prominent besuchten Jubiläumsfeier heute Abend erstmals der „Hans Walter Vavrovsky Dialogpreis zur Förderung des offenen Dialogs von Kirchen und Gesellschaft“ vergeben. „Es gibt heute keine Alternative zum Dialog“, sagte Prälat Vavrovsky beim Festakt. Der erste Preisträger ist die Kontaktstelle für Dolmetschdienste und Interkulturelle Versorgung des Salzburger Landeskrankenhauses.

Am Nachmittag und am Abend des 30. April wurde von jung und alt kräftig gefeiert - mit Workshops, Spiel, Musik und Tanz - und mit einem Festakt. In Videoclips erfuhren dabei die Besucherinnen und Besucher im Virgilsaal, was dieses Bildungshaus seit 40 Jahren auszeichnet: Gastfreundschaft, Offenheit und eine „verbeulte Kirche“, wie Clemens Sedmak Papst Franziskus zitierte.

Direktor Peter Braun wies darauf hin, dass heute 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Gäste da sind, viermal soviel wie 1976. „Wir werden auch in Zukunft 1001 Möglichkeiten bieten, sich und die Welt zu bewegen“, versprach der Chef des Hauses. Ihre Unterstützung sagten weiterhin für die Stadt Salzburg Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer und für das Land Salzburg Landesrätin Martina Berthold und Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf zu. Der Linzer Bischof Manfred Scheuer wünschte St. Virgil einen „guten Riecher für die Themen“.

Von St. Virgils Gründungsvätern lebt nur noch Prälat Johannes Neuhardt. „Heute ist Mystik gefragt und Erfahrung. Nicht Belehrungen, sondern Inhalte sind notwendig“, stellte er fest. Prälat Hans Walter Vavrovsky, seit mehr als 30 Jahren Rektor des Hauses, wies darauf hin, dass das Bildungshaus ein „Kreuzungspunkt für das Eigene und für das Andere“ sei. Er habe sich sehr über den Dialogpreis gefreut, den ihm St. Virgil gestiftet hat. Die Jury wählte unter den vielen eingereichten Projekten als ersten Preisträger die Kontaktstelle für Dolmetschdienste und Interkulturelle Versorgung des Salzburger Landeskrankenhauses aus. Deren Repräsentanten, Herbert Herbst und Margret Hader, nahmen den Preis entgegen.

 

Foto: Prälat Vavrovsky überreichte den nach ihm benannten Dialogpreis Herbert Herbst und Margret Hader. Foto: EDS

 

 

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