Eucharistie-Schwestern feiern 80-jähriges Bestehen

 

Erzbischof Lackner: „Wir müssen vom Eigentlichen sprechen“

 

 

 

SALZBURG (eds-21.11.2017) / Erzbischof Franz Lackner feierte mit den Eucharistie-Schwestern Herrnau ihr 80-jähriges Bestehen. Das Charisma der Kongregation der Schwestern von der Heiligsten Eucharistie bestehe im Weitertragen der Gegenwart Gottes, so der Salzburger Erzbischof und erinnerte: „Wir müssen vom Eigentlichen reden, von der Sehnsucht nach Gott und seiner Gegenwart.“

Lackner: Besondere Verbindung zu den Schwestern

Am Dienstag feierten die Eucharistie-Schwestern Herrnau ihren 80. Geburtstag. 1937 war der Frauenorden in der Diözese Leitmeritz gegründet worden; nach dem Krieg holte Erzbischof Andreas Rohracher die Schwestern nach Salzburg.

Erzbischof Franz Lackner gratulierte den Ordensfrauen und wünschte ihnen „einen Glauben, der auf das Dunkel der Welt Antwort gibt“. Lackners Tante war selbst Ordensschwester in Herrnau gewesen; nicht zuletzt deswegen habe er eine besondere Verbindung zu den Eucharistie-Schwestern, so Lackner.

Von der Sehnsucht nach Gott reden

„Gott lebte 30 Jahre unentdeckt unter uns; wie ungeheuerlich! Heute würden wir sagen: ‚Was für eine Ressourcenverschwendung‘“, so Lackner in seiner Predigt. Doch die Logik Gottes sei eine andere: „Jeden Sabbat ging Jesus in die Synagoge; im Alltag hat er sich uns gezeigt, bevor er sich öffentlich zu erkennen gab.“ Als Jesus sich dann dem Volk offenbarte, wurde er verfolgt – einige wollten ihn töten.

Auch heute stünden Christen vor großen Herausforderungen. „Wir stoßen auf Unverständnis, oft scheint es, als passten wir nicht in diese Welt“. Diese Not könne wichtiger Lehrmeister sein, sich Gott hinzugeben und nicht nur nach der eigenen Verwirklichung und Anerkennung zu streben. „Wir müssen vom Eigentlichen reden, von der Sehnsucht nach Gott und seiner Gegenwart.“

Am feierlichen Festgottesdienst nahmen neben zahlreichen Priestern und Ordensleuten – darunter auch Äbtissin Veronika Kronlachner von den Nonnberger Benediktinerinnen – auch Gäste aus der Gründerdiözese Leitmeritz teil, unter anderem auch Generalvikar Martin Davidek. Bei der Agape kamen die rund 70 Gottesdienstbesucher mit Erzbischof Lackner und den Schwestern ins Gespräch.

Die Kongregation der Schwestern von der Heiligsten Eucharistie wurde von Ada Chotek begründet. Die Frauengemeinschaft war in der Diözese Leitmeritz vor und nach ihrer Approbation 1937 in der Seelsorge und im caritativen Dienst tätig. Während des Zweiten Weltkrieges kam es zur Enteignung. Nach Kriegsende mussten die Schwestern ihre Heimat verlassen und fanden durch Erzbischof Andreas Rohracher ihre neue Heimat und ihr neues Wirkungsfeld in Salzburg. 1959 bezogen die Schwestern das Mutterhaus in der Friedensstraße in Salzburg Herrnau.

Die Schwestern sind in Salzburger Pfarren tätig. Einige leisten Dienste zur Unterstützung für Familien. Im Mutterhaus Herrnau gibt es täglich einen Mittagstisch für Arme und Obdachlose. Im Ordenshaus wohnen Studentinnen, darunter auch viele Nichtchristen; zeitweise leben im Haus auch Asylsuchende und arbeiten mit.

Anlässlich des Jubiläums findet am 22. November 2017 ein besonderes musikalisches Ereignis statt. Die Einladung zu "Getragen wie Maria" finden Sie hier.

Fotos: Die Schwestern von der Heiligsten Eucharistie; Generaloberin Sr. Margaretha / Foto: Eucharistie-Schwestern Herrnau

Fotos Festgottesdienst: eds

 

 

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