Evangelium soll nach innen und außen wirken

 

Dechanten waren drei Tage auf Konferenz im Stift St. Lambrecht

 

SALZBURG (eds- 22. 10.2015) / Vergangene Woche tagte die halbjährlich stattfindende Dechantenkonferenz der Erzdiözese Salzburg mit Erzbischof Franz Lackner im Stift St. Lambrecht in der Steiermark. Grundlegendes und Aktuelles wurde dabei diskutiert, Stadtdechant Prälat Balthasar Sieberer berichtete von einer „spannenden und gelungenen“ Konferenz.

Gleich zu Beginn der Tagung befassten sich die Dechanten aus aktuellem Anlass mit der „Flüchtlingsfrage“. Dafür war der Direktor der Caritas Salzburg, Johannes Dines zu Gast, der von der aktuellen Situation in der Erzdiözese berichtete. Besondere Sorge bereitet Dines der bevorstehende Winter: „Es besteht die Gefahr, dass in der kalten Jahreszeit Familien auf die Straße gesetzt werden“, mahnte der Caritasdirektor. Gemeinsam mit dem für Flüchtlingsfragen zuständigen Dechant Alois Dürlinger plädierte er für die fortdauernde Suche nach geeigneten Quartieren und ermutigte: „Informationen nehmen Ängste.“

Weiters beschäftigten sich die Dechanten mit dem am 8. Dezember beginnenden „Jahr der Barmherzigkeit“. Wie geplant wird es „Orte der Barmherzigkeit“ in der Erzdiözese geben, die Konferenz benannte dafür die Kirchen Maria Plain, Mariathal, Großgmain, Dürrnberg, St. Veit, St. Leonhard bei Tamsweg, Stuhlfelden, Maria Rast, Mariastein, den Salzburger Dom und die Franziskanerkirche. Hinsichtlich des Themas Barmherzigkeit hofft Balthasar Sieberer auch, dass von der derzeit in Rom tagenden Synode „etwas kommt, wo wir anknüpfen können“.

Bezüglich des bis 2018 geplanten „Erneuerungsprozesses“ der Erzdiözese gab es eine „lebhafte und intensive Debatte“, berichtet Sieberer. Vor allem diskutierten die Seelsorger über Impulse, wie man „in der Pastoral motivieren und begeistern“ kann. Wichtig sei dabei „keine Papiere zu produzieren, sondern Prozesse anzustoßen, erklärt der Stadtdechant. Er verwies außerdem auf die im November tagende Klausur des Konsistoriums und etwaige Anstöße von Exkursionen auf die Philippinen, nach Paris und nach Baltimore/USA.

„Wir haben uns in einer Intensität mit den Themen auseinander gesetzt“, resümiert Sieberer die dreitägige Konferenz, „es gab lebhafte Debatten, es wurde auch heiß diskutiert“. Das Anliegen der Dechanten sei, dass das „Evangelium nach innen und außen wirkt“.

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