Fassade von Ceconi-Pfarrhof in St. Andrä wie neu

 

Italienischer Palazzo wird zu ursprünglicher Fassung zurückgeführt

 

SALZBURG (eds- 10. 11.2015) / Der Pfarrhof St. Andrä am Mirabellplatz in der Stadt Salzburg lenkt seit Dienstag die Blicke auf sich. Die frisch renovierte Nord- Fassade des viergeschossigen italienischen Palazzos wird im Restaurationsprozess zu ihrer ersten und ursprünglichen Fassung zurückgeführt. Der um 1900 von Architekt Josef Wessicken geplante Pfarrhof – prominent positioniert zwischen St.-Andrä-Kirche und Schloss Mirabell – wurde von Jakob Ceconi gebaut.  

„1600 m² umfasst die gesamte Fassadenfläche des Gebäudes. Die Arbeiten werden im Herbst 2016 abgeschlossen“, informiert der Bauamtsleiter der Erzdiözese Salzburg, Erich Rieger. „Die Gesamtkosten belaufen sich auf 420.000 Euro“ so der Architekt weiter.  

„Das Objekt steht unter Denkmalschutz“, betont die Landeskonservatorin Eva Hody vom Bundesdenkmalamt. „Das Besondere am Pfarrhof ist, dass er seit 1900 vier Farbfassungen hatte – wir stellen jetzt die Erstfassung wieder her. Es ist schön, dass durch die neue Farbigkeit die Bedeutung des Hauses sichtbar wird.“ Auch der beauftragte Baumeister Christof Hillebrand zeigt sich darüber erfreut, dass die ursprüngliche Fassung das Realziel des Ceconi-Palazzos ist: „Wir sind immer auf der Suche nach dem Original.“  

Der Restaurator Franz Niederhauser informiert über das sich seit 2012 in Renovierung befindliche Objekt: „Die originale Farbgebung wurde im Zuge einer Musterarbeit vor zwei Jahren festgelegt und besteht aus dunklem Ocker, hellem Ocker und einer ziegelroten Friesdekoration. Die historistische Fassade wurde seit ihrer Fertigstellung um 1898 mit zwei Renovierungsanstrichen versehen. Wir haben die Fassung nun mit Silikatfarbe mit geringem Kunstharzanteil nach den befundeten Farbtönen rekonstruiert.“  

Der Pfarrprovisor Bruder Bernd Kober sieht in der Renovierung auch einen positiven Effekt für die Stadtpfarre, die wie die kroatische Gemeinde im Pfarrhaus beheimatet ist: „Die Räumlichkeiten der Pfarre liegen grundsätzlich etwas versteckt im ersten Stock des Gebäudes. Wir wollen einladend sein, da trägt ein farbiges und helles Haus dazu bei. Die schöne Fassade tut das ihre, wenn das dahinter stimmt.“  

Foto: V.r.n.l.: Baumeister Christof Hillebrand(Baukultur 2), Bruder Bernd Kober (Pfarre St. Andrä), Restaurator Franz Niederhauser, Landeskonservatorin Eva Hody, Bauamtsleiter Erich Rieger und Ruza Tovilo-Moik (Bauamt Erzdiözese Salzburg) freuen sich über die Fassadenrenovierung des Pfarrhofs St. Andrä. Foto: EDS  

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