Fest der Diözesanpatrone in Salzburg

 

Lackner erinnerte an verstorbenen Alterzbischof Eder

 

SALZBURG (eds– 24. 9. 2015) / Mit der Tauferneuerung begann das Fest der Heiligen Rupert und Virgil traditionell bei der Statio in St. Peter, dem ersten Ort ihres Wirkens. Mit den Reliquien der Heiligen zog Erzbischof Franz Lackner in einer feierlichen Prozession mit zahlreichen Priestern und Diakonen, den Abordnungen der Ritter vom Heiligen Grab und des Rupertiordens sowie zahlreichen Gläubigen in den Salzburger Dom ein.  

Dort erinnerte Franz Lackner an den 88. Nachfolger des heiligen Rupert, den am Samstag 87-jährig verstorbenen und derzeit in der Domkrypta aufgebahrten Alterzbischof Georg Eder, der in seinem geistlichem Testament aufforderte, „nicht zu trauern und zu weinen, sondern in ein gemeinsames Halleluja einzustimmen“.  

In seiner Predigt verknüpfte der Abt des Benediktinerklosters Michaelbeuern, Johannes Perkmann, den Dank für das Wirken der Diözesanpatrone mit dem derzeit laufenden „Jahr der Orden“: „Wenn wir heute auf die über 1300 Jahre Diözesan- und Klostergeschichte zurückschauen, ist das ein atemberaubender Zeitraum“, stellte Perkmann fest und betonte, dass „das Wesentliche dieser Geschichte die Gottsuche“ ist.

Dafür hätten die großen, alten Ordensregeln die Rahmenbedingungen geschaffen, aber auch Freiraum gelassen, wie etwa „für die Konsensfindung in der Gemeinschaft, die Regionalität und die Erfordernisse der Zeit“, so der Abt. Um als Orden „up to date“ zu bleiben, müsse man „auf die Zeichen der Zeit schauen“. Die „jungen Orden“ wurden oft auf die ganz aktuellen Sorgen und Fragen der Menschen hin gegründet“, führte Perkmann weiter aus.  

„Wenn wir heute auf die Zeichen der Zeit schauen, brauchen wir keine großen soziologischen Wälzer zu lesen. Wir alle sehen die Zeichen der Zeit überdeutlich vor uns“, so der Benediktiner weiter. Mit den Worten des Papstes Franziskus, sich „die Kirche als Feldlazarett“ vorzustellen, stellte Perkmann hinsichtlich des anhaltenden Flüchtlingsstromes fest: „Es gibt diese Feldlazarette heute bei uns: Am Bahnhof, vor Freilassing an der Grenze und wo immer die Menschen derzeit Hilfe suchen.“  

„Da sind wir als Kirche und Ordenschristen mehr als gefragt, mit unseren Charismen etwas beizutragen“ betonte der Ordensmann und sagte: „Es gilt zusammenzuarbeiten mit allen guten Kräften, die es in unserer Gesellschaft gibt.“  

Der heilige Rupert war der erste Bischof in Salzburg und der erste Abt des Stiftes St. Peter. Zudem ist er der Schutzpatron des Landes Salzburg. Seine Gebeine wurden von seinem Nachfolger, dem heiligen Virgil, anlässlich der Einweihung des Neubaus des Salzburger Doms am 24. September 774 nach Salzburg überführt.  

Foto: Mit den Reliquien der Heiligen zog der Salzburger Erzbischof Franz Lackner in einer Prozession mit zahlreichen Priestern, Diakonen und Gläubigen von St. Peter in den Salzburger Dom. Foto: EDS  

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