Fleischfrei und ohne Auto durch die Fastenzeit

 

Umweltreferat der Erzdiözese Salzburg lädt zu zwei besonderen Aktionen ein

 

SALZBURG (eds/hs/ah – 09.02.2015) / Die Fastenzeit bietet jedes Jahr wieder den Anlass, den eigenen Lebensstil und dessen Zukunftsfähigkeit zu überprüfen. Das Umweltreferat der Erzdiözese Salzburg lädt ein, heuer besonders zwei Aspekte in den Blick zu nehmen: Ernährung und Mobilität.

„40 Tage fleischfrei“


Über Jahrhunderte war es gar nicht anders denkbar: In der Fastenzeit – ausgenommen die Sonntage – wird fleischfrei gegessen. Doch das hat sich mit Billigfleisch in vielen Läden geändert: Neueste Studien zeigen die Brisanz des Themas: Die ausgewogene Ernährung der Weltbevölkerung ist nicht möglich, wenn die Reichen ihren Fleischkonsum nicht einschränken. Braucht doch die Erzeugung von 1 kg Fleisch bis zu 10 kg Futtergetreide, und europäische Schlachttiere werden mit riesigen Mengen Soja aus Übersee gefüttert.
„Weniger Fleisch essen ist gesünder und gerechter. Wenn Fleisch dann doch am Speiseplan steht, dann Qualität von den Bauern aus der Region“, empfiehlt Johann Neumayer, Umweltreferent der Erzdiözese Salzburg. Die Aktion „40 Tage fleischfrei“ rege an, sich bewusst und gesund zu ernähren und die vielfältige fleischlose Küche zu entdecken. Näheres unter: www.fleischfreitag-salzburg.at.

Autofasten 2015


Das „Autofasten“ wird 2015 zum zehnten Mal als gemeinsame Aktion von Katholischer und Evangelischer Kirche österreichweit durchgeführt. Mehr als 15.000 Unterstützerinnen und Unterstützer haben sich bereits auf www.autofasten.at registriert.  

„Autofasten setzt beim Einzelnen an und geht davon aus, dass jeder Mensch einen beträchtlichen Entscheidungsspielraum in Sachen Mobilität hat“, sagt Johann Neumayer. „Autofasten“ animiere dazu, Alternativen zum motorisierten Individualverkehr, z.B. Fahrgemeinschaften, Öffentlicher Personennahverkehr, Fahrrad, e-Mobilität oder einfach Gehen zu erproben und neue Aspekte von Lebensqualität wahrzunehmen: Entschleunigung, Zeitwohlstand, intensive Naturwahrnehmung, Wellness, Begegnungen usw. „Im Ausprobieren entdeckt man Handlungsspielräume und eine neue Freiheit, gepaart mit gutem Gewissen“, ist Neumayer überzeugt. Ein wöchentlicher Newsletter, ein Autofasten-Tagebuch und ein CO2-Rechner sind ein Service für alle angemeldeten Unterstützerinnen und Unterstützer, die auch an einer Verlosung teilnehmen.

„In beiden Fällen – bei der Mobilität und der Ernährung - lässt sich ökologisch verantwortbares Handeln mit innerem Gewinn verbinden: Denn die Freiheit der Lebensgestaltung zu nutzen, das richtige Maß zu finden und aus dem wahllosen Trott aufzubrechen sind auch geistliche Übungen“, sagt Umweltreferent Neumayer.

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