Franziskanerinnen ziehen sich zurück

 

Der Orden gibt Trägerschaft der Volksschule und BAfEP auf

 

SALZBURG (eds-26. 3. 2019) / Die Franziskanerinnen von Vöcklabruck ziehen sich in spätestens fünf Jahren als Träger der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (BAfEP) und der Volksschule in der Schwarzstraße in Salzburg zurück. 

Ordensnachwuchs fehlt

Hauptgründe dafür sind der Mangel an Ordensnachwuchs, der starke Rückgang der berufstätigen Ordensfrauen und die Überalterung der geistlichen Schwestern. Der Orden der Franziskanerinnen von Vöcklabruck hat derzeit 142 geistliche Schwestern, ihr Altersschnitt beträgt 77 Jahre. Schon seit geraumer Zeit ist keine Franziskanerin in Salzburg mehr als Pädagogin oder in der Verwaltung tätig. „Somit ist es zukünftig nicht mehr möglich, die Trägerschaft in den zwei Bildungseinrichtungen auszuüben“, sagt der Pressesprecher des Ordens, Wolfgang Marschall. Die Beendigung der Trägerschaft tritt in vier beziehungsweise fünf Jahren ein, das bedeutet nach dem Schuljahr 2022/23 für die Volksschule und nach dem Schuljahr 2023/24 für die BAfEP. Die Ankündigung des Rückzugs ermögliche genügend Vorlaufzeit für eine gute Weichenstellungen für die zwei Bildungseinrichtungen in der Zukunft. 

Die Schulen sind „unersetzliche Säulen“

Der Abschied falle den 1850 gegründeten Franziskanerinnen sehr schwer, sind sie doch schon seit 1887 in Salzburg tätig, so Marschall. Das Schulamt der Erzdiözese Salzburg ist bereits dabei, Gespräche mit dem Orden aufzunehmen, sagt der Direktor des Katechetischen Amtes, Anton Lettner. „Als Erzdiözese sind wir darum bestrebt im Rahmen unserer Möglichkeiten alles dazu beizutragen, dass gemeinsam mit dem Schulerhalter, der Bildungsdirektion und den zuständigen Entscheidungsträgern in der Politik zukunftsfähige Lösungen für die beiden Schulen gefunden werden. Die Volksschule der Franziskanerinnen und die BAfEP Salzburg in der Schwarzstraße sind zwei unersetzliche Säulen im Bereich des Katholischen Privatschulwesens in Salzburg.“

Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Bürgermeister Harald Preuner und der Salzburger Bildungsdirektor Rudolf Mair wurden über den Schritt des Ordens informiert. Diese bedauern es außerordentlich, verliere Salzburg damit doch einen höchst geschätzten Träger zweier wichtiger und stark nachgefragter Bildungseinrichtungen. Von Seiten der zuständigen Stellen werden derzeit die Möglichkeiten für eine neue Verortung und Fortführung beider Einrichtungen ausgelotet, Ziel sei es, eine möglichst nahtlose Weiterführung zu gewährleisten.

Foto: EU-Schulprojekt an der Volksschule der Franziskanerinnen.

Foto: RB/ihi

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