Frauen beten weltweit für Frieden und Gerechtigkeit

 

Ökumenischer Weltgebetstag der Frauen in 170 Ländern – Schwerpunktland ist heuer Slowenien

 

SALZBURG (eds-25.02.2019) / Am 1. März findet heuer wieder in rund 170 Ländern weltweit der Weltgebetstag der Frauen statt. In Österreich sind an diesem Tag rund 370 ökumenische Gottesdienste anberaumt. Mit den Kollekten werden Frauen- und Familienprojekte unterstützt. 

„Kommt, alles ist bereit!“, lautet das biblische Motto des Weltgebetstags der Frauen, der jeweils am ersten Freitag im März begangen und jährlich von einem anderen Land vorbereitet wird. Diese Einladung stammt aus dem Lukasevangelium und richtete sich ursprünglich an die Armen, die Blinden und die Lahmen. In diesem Jahr möchten Frauen aus Slowenien mit ihren Texten, Gebeten und Liedern jene Menschen in den Fokus rücken, die am Rand der sozialen oder ökonomischen Gesellschaft stehen.

Von Südafrika nach Slowenien im Borromäum

Auf ihrer persönlichen  WGT-Reise hat sich ein kleines Frauenteam in Salzburg in den vergangenen Jahren immer wieder aufs Neue auf (unbekannte) Länder und Themen eingelassen und die Feier im Bildungszentrum Borromäum vorbereitet – heuer zum 14. Mal.

„Angefangen hat es mit Südafrika“, erinnert sich Andrea Schmidle. „Dieses Mal sind wir in Slowenien gelandet.“ Jedes Jahr steht ja ein anderes Land im Fokus des ökumenischen Weltgebetstages. Heuer ist es Österreichs Nachbarstaat. Das aus vier Frauen bestehende Borromäums-Vorbereitungsteam rund um Angelika Gassner ist noch dabei die letzten Details für den 1. März zu klären: Rote Nelken für den slowenischen Festtagstisch und Potica, der typische Nusskranz, für die Agape dürfen nicht fehlen. Landschaftsbilder als Deko könnten vom  Reisebüro kommen, so der Tipp von Gassner, die bis zum Vorjahr Referentin für Spiritualität und Exerzitien der Erzdiözese war und  in dieser Funktion den WGT und Frauenspiritualität ins Borromäum brachte. Sie schwärmt dabei von „meinen Frauen“, die mit ihr die Feier getragen haben. 

Dass sie dabei alle Stockwerke im Borromäum miteinbeziehen, macht den besonderen Flair aus, sind sich die Gestalterinnen einig. Gemeinsam mit den Mitfeiernden ziehen sie vom Eingangsbereich die vier Etagen hoch – mit kurzen Stopps, die Gelegenheit geben, sich  immer mehr ins Schwerpunktland zu vertiefen. „Informiert beten war uns immer wichtig“, unterstreichen Martha Reischl und Christa Kritzer. Im Oratorium findet schließlich die Liturgie statt.

Für Angelika Gassner und ihr Team ist es am 1. März der letzte Weltgebetstag im Borromäum. Wehmut habe sich noch nicht eingestellt. Momentan seien sie ja mittendrin in den Vorbereitungen für die heurige Auflage. Und dem Weltgebetstag erhalten bleiben sie ohnehin. „Dann halt ‚nur‘ mehr als Gäste bei anderen WGT-Feiern“, sind sich die vier einig.

Weltgebetstag verbindet Frauen weltweit

Die Wurzeln des Weltgebetstags liegen in der Weltmissionsbewegung des 19. Jahrhunderts in Amerika, in deren Rahmen eine eigenständige Frauenbewegung entstand. Am 4. März 1927 fand erstmals eine über die USA hinausgehende multinationale Feier des Ökumenischen Weltgebetstags der Frauen statt. Seitdem verbindet der Weltgebetstag Frauen aus verschiedenen Kirchen, Kulturen und Traditionen in aller Welt. 
In Österreich tragen Frauenorganisationen christlicher Kirchen und Gemeinschaften den Gebetstag, der in zahlreichen Gemeinden begangen wird: Ein Nationalkomitee setzt sich aus den ökumenischen Teams in den Regionen zusammen. Diesen Teams gehören Vertreterinnen von Kirchen und christlichen Gemeinschaften an, die Mitglieder und Beobachter im Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich sind.

Spenden und Projekte

Die Kollekten bei den Gottesdiensten dienen einem wohltätigen Zweck und werden für Frauen- bzw. Familienprojekte verwendet. 2019 sind dies etwa ein Landwirtschaftsprojekt in Ecuador, ein Bildungsprojekt in Guatemala, ein Hilfsprojekt für alte Frauen in Indien, eine Initiative gegen Genitalverstümmelung und für Schulbildung für Mädchen in Sierra Leone sowie Hilfsprojekte in Österreich und Slowenien für Frauen, die Opfer von Menschenhandel wurden.

Termine für Weltgebetstagsfeiern in der Erzdiözese 

WGT-Feier Salzburg am Freitag, 1. März:

  • Bergheim, katholisches Pfarrzentrum, 19 Uhr
  • Bischofshofen, r.k. Pfarrkirche, 19 Uhr
  • Bürmoos, evang. Lukaskirche, 19 Uhr
  • Elixhausen, evang. Kirche, 18 Uhr
  • Lofer, r.k. Pfarrkirche, Pfarrsaal, 14.30 Uhr
  • Hallein, Stadtpfarrkirche, 19 Uhr
  • Maishofen, r.k. Pfarrkirche, 19 Uhr
  • Neumarkt am Wallersee, kath. Pfarrsaal, 19 Uhr
  • Obertrum, Pfarrhof, 19 Uhr
  • Saalfelden, r.k. Pfarrkirche, 19 Uhr
  • Salzburg-Liefering, Pfarrzentrum Baldehof, 19 Uhr
  • Salzburg, Auferstehungskirche, 18 Uhr
  • Salzburg, Lehen, Pfarrsaal, 1. Stock, 10 Uhr
  • Salzburg, Maria Hilf, Pfarrsaal,18 Uhr
  • Salzburg, Borromäum, 19 Uhr
  • Salzburg, St. Vitalis, 19 Uhr
  • Salzburg, Itzling, Pfarrsaal, 19 Uhr
  • Seekirchen, Seniorenhauskapelle, 19 Uhr
  • St. Georgen i. Pinzgau, r.k. Pfarrkirche, Jugendraum, 19 Uhr
  • Werfen, r.k Pfarrhof, 15 Uhr
  • Tenneck, St. Barbara Kirche, 16 Uhr
  • Zell am See, evang. Kirche, 18 Uhr
     

WGT-Feier am Freitag, 8. März:

  • Mittersill, r.k. Pfarrsaal, 19 Uhr
     

WGT-Feier in Tirol am Freitag, 1. März:

  • Reith im Alpbachtal, r.k. Pfarre, Pfarrsaal 16 Uhr
  • Hopfgarten, Unterkirche, 19 Uhr
  • Kirchberg, r.k. Pfarre, Pfarrhof 19 Uhr
  • Kitzbühel, r.k. St. Andreas Kirche 19.30 Uhr
  • Kössen, Seminarraum der Raiffeisenbank, 2. Stock, 19 Uhr
  • Kramsach, r.k. Pfarrheim, St. Nikolaus-Voldöpp, 19 Uhr
  • Kufstein, evang. Kirche, 19 Uhr
  • Niederndorf, r.k. Pfarre, Pfarrsaal, 18 Uhr
  • Rattenberg, Mesnerhaus, 19 Uhr
  • St. Johann i. T., r.k. Pfarrsaal, 20 Uhr
  • Söll, Pfarrzentrum, 19 Uhr
  • Wörgl, Tagungshaus, 19 Uhr

 WGT-Feier am Samstag, 2. März:

  • Stumm, WGT Feier auch mit Kindern, r.k. Pfarrkirche, 18 Uhr
     

WGT-Feier am Freitag, 8. März statt:

  • Kitzbühel, WGT Feier der Kinder, evang. Kirche, 17 Uhr

 

Mehr Informationen unter: http://weltgebetstag.at/wgt-2019-slowenien

Foto: Ein eingespieltes Team, das sich mit der „Slowenien-Feier“ im Borromäum verabschiedet: Christa M. Kritzer, Angelika Gassner, Andrea Schmidle und Martha Reischl (v. l.). Dem Weltgebetstag bleiben sie aber verbunden.

Foto: RB/ibu

 

 

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