“Freude an der Mahlkultur”

 

Salzburgs Köche feierten beim 29. Laurentiusfest ihren Schutzpatron

 

 

 

SALZBURG (eds- 10. 8.2016) / Bereits zum 29. Mal versammelten sich heute Köche und Köchinnen aus ganz Salzburg sowie aus Oberösterreich und Bayern in der Landeshauptstadt, um ihren Schutzpatron, den Heiligen Laurentius, zu feiern.

Dutzende Vertreterinnen und Vertreter der Kochzunft trafen in Berufskleidung am Alten Markt zusammen und zogen begleitet von der Marktmusikkapelle Grödig in einem Festzug durch die Altstadt in die Franziskanerkirche. Dort feierten sie mit Prälat Hans Paarhammer den Festgottesdienst. Das Laurentiusfest ist eine Veranstaltung des Referats für Tourismus- und Freizeitpastoral der Erzdiözese Salzburg, des Verbandes der Köche Österreichs (VKO) und dessen Sektion Salzburg.

„Der Heilige Laurentius will uns helfen, Gott als den Geber aller guten Gaben in unserem Leben sichtbar zu machen“, sagte Hans Paarhammer in seiner Predigt. Der Schutzpatron sei „zum unverzichtbaren Lieblingsheiligen in unserem Bemühen um die Gestaltung einer schönen Tisch- und würdigen Festkultur“ geworden, stellte Prälat Paarhammer fest. Das heutige Laurentiusfest mache dankbar „für die Menschen, die mit ihrer Kochkunst unsere Lebensfreude vertiefen und bereichern“, so Paarhammer weiter, der den Frauen und Männern für Ihr Charisma dankte, „dem Zusammensein Geschmack und Freude zu vermitteln.“ Paarhammer würdigte die Köche weiters für Ihr Wirken um „eine festliche Abwechslung und die Freude an der Mahlkultur.“

Als eine Besonderheit des diesjährigen Laurentiusfestes wurde Brot zum Altar gebracht, dass der Koch Alexander Forbes jun. mit seinem Team im Verwöhnhotel Berghof in St. Johann/Pg. zubereitet hatte.

Mit der Kollekte unterstützte die versammelte Gottesdienstgemeinde das Sozialprojekt „Festmahl“.
Im Anschluss der Feierlichkeiten klang das Laurentiusfest im Stiegl-Keller gemütlich aus.

Der Heilige Laurentius, gestorben am 10. August 258 in Rom, war Diakon zur Zeit des Papstes Sixtus II. und starb als christlicher Märtyrer. Die Legende erzählt: Als Erzdiakon von Rom war Laurentius an der Seite des Papstes für die Verwaltung der Kirchengüter verantwortlich. Laurentius wurde vom Kaiser aufgefordert, die „Schätze“ der Kirche innerhalb von drei Tagen herauszugeben. Da versammelte Laurentius alle Armen und Kranken im Hinterhof seines Hauses und präsentierte sie dem Kaiser als den wahren „Schatz“ der Kirche. Daraufhin ließ dieser Laurentius durch Grillen auf einem eisernen Gitterrost qualvoll zu Tode bringen. Laurentius ist seit alter Zeit Schutzpatron der Köchinnen und Köche, der Bibliothekare, der Bierbrauer, sowie vieler Berufsgruppen, die es mit dem Feuer zu tun haben.

Fotos: Mit einem Festzug durch die Salzburger Altstadt und einem Gottesdienst in der Franziskanerkirche feierten die Köchinnen und Köche heute das 29. Laurentiusfest.
Fotos: EDS

 

 

 

Zurück