Freude in alle Herzen bringen

 

Eine Weihnachtsgeschichte zum Lesen und Vorlesen von Christina Repolust

 

SALZBURG (eds-22.12.2018) / Im Kindergarten bastelt die Gruppe seit zwei Wochen Geschenke, Überraschungen für Eltern, Geschwister und Großeltern: Strohsterne sollen es werden. Anna zweifelt stark daran, dass sich ihre Lieben daheim über diese windschiefen Dinger freuen. „Ihre Herzen waren voller Freude“, so hatte sie es in der Weihnachtsgeschichte über die Hirten gehört. Na ja, die kennen ja auch meine Strohstern nicht! „Geschenke bereiten die größte Freude, wenn der Beschenkte merkt, dass man sich viele Gedanken über ihn und seine Wünsche gemacht hat!“ Aha, jetzt weiß Anna die Vierjährige was zu tun ist. 

Das Christkind weiß alles

„Wo ist meine Lieblingspfeife?“, schimpft am Mittwoch ihr Papa. Alle suchen, die Pfeife bleibt verschwunden. „Das gibt es doch nicht! Wo ist meine Füllfeder! Mit der habe ich doch gestern noch die Weihnachtskarten geschrieben?“, schimpft  am Freitag Annas Mama und ihr großer Bruder Ben ist zwei Tage ganz verzweifelt, weil seine Lieblings-Converse weg sind. „Die habt ihr mir weggeworfen, ganz sicher!“ „Genau, und meine Pfeife habt ihr weggeräumt, weil ihr dagegen seid, dass ich rauche!“, brummt der Vater. Zwei Wochen lang, genau bis zum 24. Dezember, freut sich Anna darauf, Mama, Papa und Ben so richtig Freude zu schenken. Am Weihnachtsabend legt sie drei Päckchen unter den Christbaum. Auf dem rosa Zeitungspapier schauen ihre Strohsterne gar nicht schlecht aus. Ben öffnet sein Geschenk als erster und wirklich, sie sieht es in seinen Augen, sie hat Freude in sein Herz gebracht. „Meine Converse sind wieder da! Das Christkind kennt uns wirklich gut!“ 

Foto: Weihnachtspackerl mit vertrautem Inhalt. / Foto: Gila Hanssen_pixelio.de

 

 

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