Früherer „Partnerbischof“ wird Kardinal

 

Papst Franzisus ernennt 13 neue Kardinäle – unter ihnen Erzbischof Fridolin Ambongo Besungu, der bis 2018 Salzburgs Partnerdiözese Bokungu-Ikela im Kongo leitete

 

VATIKANSTADT (eds/kap-2. 9. 2019) / Papst Franziskus hat die Ernennung von 13 neuen Kardinälen angekündigt. Sie werden am 5. Oktober in den Kardinalsstand erhoben. Unter ihnen ist Salzburgs ehemaliger „Partnerbischof“ Fridolin Ambongo Besungu.

Fridolin Ambongo Besungu (59) ist seit November Erzbischof von Kinshasa. Der Kongolese gilt als engagierter Seelsorger und Kommunikator mit einer hohen Sensibilität für Menschenrechte. Als stellvertretender Vorsitzender der Kongolesischen Bischofskonferenz war Ambongo einer der Väter des sogenannten Silvesterabkommens von 2016, das einen friedlichen Übergang der Macht im Land einläuten sollte. Im selben Jahr sagte er vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag über die Aktivitäten lokaler Warlords aus. Herausforderungen benannte er zudem auf pastoraler Ebene – so müsse die Kirche junge Menschen stärker ansprechen, etwa über soziale Medien. Bis 2018 leitete Ambongo Besungu Salzburgs Partnerdiözese Bokungu-Ikela in der Dem. Republik Kongo.

Erzbischof Ambongo war schon mehrmals in der Erzdiözese Salzburg zu Besuch, zuletzt im September 2018 zum 50-Jahr-Jubiläum der Diözesanpartnerschaft.

Zuletzt gehörten dem Kardinalskollegium noch 215 Mitglieder an. Von ihnen waren 118 jünger als 80 Jahre und dürften somit an einer Papstwahl teilnehmen. Die Zahl steigt nun vorübergehend auf 128. Schon in den zehn Tagen nach dem geplanten Konsistorium vollenden mit Laurent Monsengwo, Zenon Grocholewski, Edoardo Menichelli und Telesphore Placidus Toppo allerdings vier Kardinäle ihr 80. Lebensjahr und scheiden damit aus dem Kreis der Papstwähler aus.

Foto: Erzbischof Fridolin Ambongo Besungu. / Foto: eds/M. Lobingo

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