Für die Menschen den Himmel offen halten!

 

Erzbischof Franz Lackner weihte im Salzburger Dom sechs verheiratete Männer zu Diakonen

 

SALZBURG (eds - 20. 11. 2016) / Im Beisein von mehr als 2000 Gläubigen, zahlreichen Priestern und Diakonen weihte Erzbischof Franz Lackner heute Nachmittag im Salzburger Dom sechs verheiratete Männer zu Ständigen Diakonen. „Euch sind im Dienst des Diakons Menschen, Personen, und nicht Objekte anvertraut“, sagte der Erzbischof. Die Neugeweihten müssten sich immer wieder neu um die Beziehung zu Gott, um die Berührung mit Christus, dem König, bemühen. „Unsere Aufgabe ist es, für die Menschen den Himmel offen zu halten“, betonte der Salzburger Oberhirte.

Am Fest Christkönig sei der Blick auf Jesus Christus gerichtet, nicht als glorreich Triumphierender, sondern als ein jämmerlich wie ein Verbrecher am Kreuz Hängender, sagte der Erzbischof in seiner Predigt. Jesus sei kein König im Sinne der irdischen Welt, sondern er sei dazu in die Welt gekommen, um für die Wahrheit Zeugnis abzulegen. „Uns allen ist in der Taufe die königliche Würde übertragen worden, für die Wahrheit Zeugnis abzulegen“, bekräftigte Erzbischof Lackner.  Die Würde, die in der Firmung gestärkt worden sei, werde mit dem „Ich bin bereit“ in der Diakonweihe öffentlich kundgetan.

Allerdings dürfe die Weihe nicht als ein „alles durchdringendes Schwert“ verstanden werden, mit dem man ohne Rücksicht auf die, deren Diener wir zu sein haben, dreinfahren müsse. Lackner: „Vor dieser Art klerikaler Hochmütigkeit möchte ich eindringlich warnen“. Auch das zweite Extrem, dass nur das Menschliche wahr sei, und der privaten Lebensführung nicht dreingeredet werden dürfe, sei bedenklich: „Hier handelt es sich um eine Art von menschlichem Hochmut“, so der Erzbischof.

Wahrheit sei für die Christen in letzter Konsequenz keine Definition, sondern eine Person, nämlich Jesus Christus. „Ihn dürfen wir der Welt von heute nicht vorenthalten“, schloss Erzbischof Lackner. Den festlichen Weihegottesdienst gestalteten unter der Gesamtleitung von Domkapellmeister Janos Czifra der Kolomanichor St. Koloman, der Kirchenchor Hüttau, der St. Vitalis-Chor, der Kirchenchor Straßwalchen, „Pura Vida“ aus Kirchberg/Tirol und die Lorettogemeinschaft mit.

Die neugeweihten Diakone

Herbert Brandner (60) kommt aus der Pfarre Hüttau. Er arbeitete bei der Polizei und ist seit 2012 im Ruhestand. Mit seiner Frau Herlinde hat Brandner vier Kinder, er arbeitet seit Jahren in der Pfarre mit und will  in der Nachfolge Jesu „offen auf die Menschen zugehen“ und die Grundaufträge in Nächstenliebe, Verkündigung und Liturgie umsetzen.

Wolfgang Habersatter (54) lebt in Salzburg und leitet die AV-Medienstelle der Erzdiözese. Er ist mit Susanne verheiratet und seit 2011 Mitarbeiter bei den Salesianern Don Boscos. In seiner Pfarre Salzburg St. Vitalis und in der Don Bosco-Familie möchte er sich besonders der Kinder und Jugendlichen annehmen.

Christian Mühlbacher (52) lebt mit seiner Frau Sissi und drei Kindern in Kirchberg in Tirol. Er ist Elektromonteur und will als Diakon mehr als bisher in seiner Heimatpfarre Kirchberg und in Aschau für die Menschen da sein.

Franz Grasser (48) ist gebürtiger Kärntner und lebt mit Frau Evelin und drei Kindern seit 1992 in Wals. Er ist Berufsoffizier und wird als Diakon in der Militärdiözese - vor allem in der Militärpfarre Wals und der Seelsorgestelle Walserfeld - das Evangelium verkünden und für die Menschen da sein.

Dino Bachmaier (45) wohnt in Straßwalchen und ist seit 1993 Mitarbeiter einer Salzburger Bank. Mit seiner Frau Hildegard hat er einen Sohn. In seiner Pfarre arbeitet er im Pfarrgemeinderat, in der Berufungspastoral, Krankenseelsorge, Sterbebegleitung und in der Liturgie mit.

Ernest Lindenthaler (43) kommt aus St. Koloman und hat mit seiner Frau Barbara drei Kinder. Er arbeitet als Lohnverrechner in der Erzdiözese Salzburg und wird sich als Diakon in seiner Heimatpfarre vielfältig betätigen.


Die Predigt von Erzbischof Franz Lackner finden Sie Hier


Fotos: Erzbischof Franz Lackner mit den neu geweihten Diakonen. V. l. n. r. Herbert Brandner, Franz Grasser, Ernest Lindenthaler, Erzbischof Franz Lackner, Wolfgang Habersatter, Dino Bachmaier und Christian Mühlbacher. Foto: EDS

 

 

 

 

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