Gastfreundschaft am Hilariberg großgeschrieben

 

Im Wallfahrtskloster Hilariberg ziehen die Brüder Samariter FLUHM ein.

 

KRAMSACH (eds – 30. 8. 2016) / Mit 1. September zieht der kirchlich klerikale Verein „Brüder Samariter der Flamme der Liebe des Unbefleckten Herzens Mariens“ offiziell ins Kloster Hilariberg ein und mit ihnen ein breites spirituelles Angebot. Erzbischof Franz Lackner feiert aus diesem Anlass um 17 Uhr im Kloster einen Gottesdienst.

Hausoberer Pater Florian Heel gibt Auskunft über das geplante Programm. Das Haus setzt einen Schwerpunkt auf spirituelle Weiterbildung: Einkehrtage, Lectio Divina (Anm.: betende Meditation über Bibeltexten), Exerzitien, Bibelrunden und vieles mehr sollen „am Bergl“, wie das Kloster genannt wird, angeboten werden. Das Wort Gottes stehe im Zentrum des spirituellen Angebots.

Die Gemeinschaft sei froh, Gästen und Wallfahrern einen Platz zu bereiten: „Eine wichtige Form der Begegnung ist die Gastfreundschaft.“, so Pater Florian. Im Mittelpunkt stehe nicht nur die bloße Bewirtung – Pater Florian weist auf eine Bibelstelle hin: „Das Ziel ist, nicht nur Menschen bei uns wohnen zu lassen, sondern sie auch teilhaben zu lassen an unserem Leben (vgl. 1 Thess 2,8)“. Er sei sich bewusst, dass dies eine etwas andere Organisation des Klosters bedeute, betont aber das Anliegen des Vereins: „Wir wollen authentisch sein“, so der Pater.

Näher an den Menschen, das sei auch die Programmatik, derer sich die Brüder beim Feiern der heiligen Messe verschreiben: „Wir wollen die Liturgie so feiern, dass Gott einen berühren kann und, dass auch andere berührt werden“, sagt der Hausoberer.

Vorerst werden drei Brüder in das Haus einziehen; für Kandidaten und Novizen soll das Haus für Einkehrtage zur Verfügung stehen. Pater Florian heißt alle Gäste herzlich willkommen: „Wir freuen uns auf die Begegnungen mit den Menschen“.

Lange wurde über die Zukunft des Klosters Hilariberg gerätselt. Das Kloster in Kramsach ist ein beliebter Wallfahrtsort und war über 100 Jahre in der Hand des Kamillianerordens. Im April 2015 kaufte die Erzdiözese Salzburg die 18.000 Quadratmeter große Liegenschaft mit Kirche, Kloster, Sportplatz und Garten. Mit den Brüdern Samariter FLUHM zieht nun eine vergleichsweise junge Gemeinschaft in die Klostermauern ein. In den 1980er Jahren von dem aus Polen stammenden Pater Andrzej Michalek gegründet, orientieren sie sich in ihrer Arbeit besonders am Gleichnis des Barmherzigen Samariters.

 

 

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