Gemeinsam im Glauben wachsen

 

Am Festtag der Erscheinung des Herrn blickt die Erzdiözese traditionell auf ihre drei Partnerdiözesen

 

SALZBURG (eds-6.1.2019) / Das „Aneinander denken und Füreinander beten“ zeichnete den „Tag der Partnerdiözesen“ aus, den die Erzdiözese mit einem Gottesdienst im Dom feierte und einer Begegnung im Bischofshaus. Im Zentrum stand dabei das zurückliegende Jubiläumsjahr 2018. Seit 50 Jahren ist die Erzdiözese Salzburg mit Daegu in Südkorea, Bokungu-Ikela in der Demokratischen Republik Kongo und San Ignacio de Velasco in Bolivien verbunden. Das Motto zum 50-Jahr-Jubiläum der Diözesanpartnerschaft: „Miteinander unterwegs sein – gemeinsam im Glauben wachsen“.

Erzbischof dankt in seiner Predigt Sternsingern

In seiner Predigt ging Erzbischof Franz Lackner vor allem auf die Bedeutung des Festes der Erscheinung des Herrn ein. „Im Zentrum stehen die Sterndeuter aus dem Osten, die nach Jerusalem kommen, um den neugeborenen König zu huldigen. Das waren Heiden. Also nicht erste Adresse in der Mission des neuen Königs. Und doch haben sie seinen Stern aufgehen gesehen und sie machen sich auf den Weg.“ Dem ursprünglich christlichen Europa werde heute ein gewisses Neuheidentum zugesprochen. Nicht der Atheismus habe sich durchgesetzt, wohl aber ein Allerweltsglaube. „So erscheint mir die Meinung nicht abwegig zu sein, die Heiligen drei Könige auch als Vorbilder dieses Neuheidentums zu sehen, auf dass wir mit ihnen unsere Gaben zur Krippe bringen.“

Der Erzbischof dankte beim Festgottesdienst den Kindern und Jugendlichen, ihren vielen Begleiterinnen und Begleitern sowie der Katholischen Jungschar, der Trägerorganisation der Dreikönigsaktion. „Singend verkündeten sie jene große Freude, die Hirten wie Weise inspirierte, sich auf den Weg nach Betlehem zu begeben – sucht auch den Weg in das Betlehem von heute.“ Der Weihrauch, die Myrrhe, der Duft der Anbetung möge uns die Schwachen, Armen und Leidenden in Erinnerung bringen. „Die jungen Leute haben für lebenswichtige Projekte gesammelt. Danke für Eure Gabe, sie ist Goldes wert.“

Blick in drei Partnerdiözesen auf drei Kontinenten

Der Tag der Partnerdiözesen am 6. Jänner bildete die „Schlussklammer“ für das 50-Jahr-Jubiläumsjahr. Das Treffen im Bischofshaus richtete dabei den Blick auf die vergangenen und kommenden zwölf Monate in den drei Partnerdiözesen auf drei verschiedenen Kontinenten: So erinnerte der koreanische Priester Johannes Shin, der in Salzburg studiert, an das Treffen zwischen den beiden „Koreas“ und die Verbesserung der Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea. Fortgesetzt wurden 2018 die Jugendbegegnungen zwischen den Diözesen Salzburg und Daegu – so besuchte eine Gruppe aus Salzburg im vergangenen Sommer Südkorea.

Bolivien bekam mit Toribio Ticona Porco einen neuen Kardinal. Im Kongo fand nach drei Verschiebungen endlich die Präsidentenwahl statt. „Die Wahlergebnisse werden am nächsten Sonntag erwartet“, so Benjamin Mpongo Emeke. Der gebürtige Kongolese studiert seit mehreren Jahren in Salzburg und wirkt aus Aushilfspriester im Tennengau. Er berichtete auch von der Amtseinführung von Bischof Emery Kibal Nkufi Mansong’loo als Apostolischen Administrator in Bokungu-Ikela im April 2018.

Bischöfe und Delegationen aus Partnerdiözesen in Salzburg

Höhepunkt im 50-Jahr-Jubiläumsjahr war der Besuch von Bischöfen und Delegationen aus den Partnerdiözesen rund um Ruperti und zum Zukunftsfest im September in Salzburg. „Es war gut, dass wir uns getroffen, ausgetauscht, gefeiert, Ideen entwickelt und Impulse aufgenommen haben. So kann die weltkirchliche Partnerschaft wachsen“, betonte Markus Roßkopf, Leiter des Referats Weltkirche in der Erzdiözese Salzburg.

50 Jahre offene Fenster in die Weltkirche

Seit 50 Jahren pflegt die Erzdiözese Salzburg Partnerschaften mit drei Diözesen auf drei Kontinenten: Daegu (Südkorea), San Ignacio de Velasco (Bolivien) und Bokungu-Ikela (Demokratische Republik Kongo). Die Initialzündung dazu erfolgte bei der Diözesansynode 1968, bei der auf ortskirchlicher Ebene die Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils umgesetzt werden sollten. Ziel war es den frischen Wind für die Ortskirche von Salzburg konkret und fruchtbar zu machen. In Salzburg fand damals die erste Diözesansynode im deutschsprachigen Raum nach dem Konzil statt. Seither gab es vielfältige Anknüpfungspunkte – in den vergangenen Jahren vor allem Jugendbegegnungen zwischen Salzburg und Daegu oder Brückenschläge in den Bereichen Musik und Schule mit San Ignacio. Seit einigen Jahren studieren zudem Priester aus Südkorea und der Demokratischen Republik Kongo in Salzburg. 

 

Foto: Begegnung am Tag der Partnerdiözesen (v. l.): Prälat Martin Walchhofer (Bischofsvikar für die Weltkirche), Br. Andreas Holl (Vertreter der Partnerdiözese San Ignacio de Velasco), Erzbischof Franz Lackner, Benjamin Mpongo Emeke (Vertreter der Partnerdiözese Bokungu-Ikela), Weltkirche-Referent Markus Roßkopf und Johannes Shin (Vertreter der Partnerdiözese Daegu).

Foto: Erzdiözese Salzburg

Zurück