Gemeinsame Familienzeit

 

Das Rupertusblatt hat die aktuelle Diskussion über den vom Nationalrat beschlossenen Papamonat aufgegriffen

 

SALZBURG (eds-19.7.2019) / Väter, die wollen, können künftig auch ohne Zustimmung ihres Arbeitgebers den Papamonat in Anspruch nehmen. Es gibt bisher noch nicht viele Väter, die sich dafür entscheiden. Das Rupertusblatt hat mit einem frisch gebackenen Papa über das Thema gesprochen.

„Da kommt der Urlauber“, mit solchen und ähnlichen Sticheleien musste er sich bei seiner ersten Väterkarenz wegen seiner Entscheidung noch herumschlagen.  Jetzt sei das anders. Nicht nur gesellschaftliche Stimmungen, sondern auch die rechtlichen Möglichkeiten für Väter haben sich seither geändert. Johannes Wiedecke, Mitarbeiter des Seelsorgeamts der Erzdiözese Salzburg, ist stolzer Papa zweier Töchter. Nach der Geburt seines zweiten Mädchens im Mai dieses Jahres hat er so etwas wie einen Papamonat in Anspruch genommen. Unabhängig von rechtlichen Bedingungen konnte er seinen Papamonat aufgrund der familienfreundlichen Arbeitsbedingungen im Seelsorgeamt verwirklichen und sich gemeinsam mit seiner Frau um das Neugeborene kümmern. „Ich bin sehr froh, dass es dieses Angebot gibt. Ich habe zwei Chefinnen, die als Frauen viel Verständnis dafür haben, was es heißt, ein neugeborenes Leben in Empfang zu nehmen und was die Belastungen sind“, so Wiedecke. Er sei glücklich, sich für dieses Modell entschieden zu haben, obwohl es ruhig mehrere Monate sein könnten, wie er sagt. „Es ist eine wertvolle Zeit, die nie wiederkommt. Die Verbindung, die man aufbaut, wenn man viel Zeit miteinander verbringt, ist eine ganz andere. Die Familie und der Zusammenhalt werden gestärkt, viel Prägung geschieht in dieser Zeit“, ist sich der ehemalige Opernsänger bewusst.(...)

Den gesamten Artikel über den Papamonat und seine Möglichkeiten, Stimmen dazu und ein Interview mit dem Präsidenten des katholischen Familienverbands Alfred Trendl lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Rupertusblatts.

 

Fotos: RB/Pernkopf  

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